Snowball: Amazon nutzt hohe Bandbreite von Festplatten im Postpaket
Der Handelskonzern Amazon hat etwas überraschend einen neuen Service namens "Snowball" gestartet. Während das Unternehmen sonst intensiv daran arbeitet, möglichst weitgehend Dienstleistungen ins Internet zu verlagern, sollen Nutzer hier große Datenmengen übertragen können, ohne die Netze außergewöhnlich zu belasten.
Als man Snowball bei Amazon konzipierte, erinnerte man sich offenbar an eine Anmerkung des bekannten Informatik-Professors Andrew S. Tanenbaum. Dieser sagte einmal: "Unterschätze niemals die Bandbreite eines Kombis, der vollgeladen mit Bändern über die Autobahn rast." Der neue Service gleicht im Grunde einer Umsetzung dieses Konzepts.
Snowball richtet sich an die Nutzer der Cloud-Dienste des Unternehmens, die insbesondere beim Wechsel auf diese erst einmal riesige Datenmengen von ihren bisher genutzten Systemen in die Amazon-Datenzentren übertragen müssen. Wenn hier viele Terabyte zu übermitteln sind, kann dies immerhin lange dauern, die Netzwerk-Infrastruktur belasten und im schlimmsten Fall bei Ausfällen der Verbindung Fehler produzieren.
Alternativ kann man nun Snowball bestellen. Dabei handelt es sich um eine Box, die etwa so groß ist, wie ein klassischer Desktop-Rechner. In diese können dann lokal bis zu 50 Terabyte Daten kopiert werden. Anschließend schickt man das Ganze dann wieder mit einem Logistiker zu Amazon, wo die Informationen umgehend im nächsten Datenzentrum auf den Cloud-Bereich des Nutzers übertragen werden.
Die von Amazon entwickelte Daten-Box ist dabei so konzipiert, dass sie beim Transport Stöße von Bis zu 6G verkraften kann, ohne, dass es zu Datenverlusten kommt. Integriert ist auch eine eigene Stromversorgung. Die Datenanbindung erfolgt über eine integrierte Netzwerkschnittstelle. Ein Datenaustausch mit Snowball kostet dabei 200 Dollar, wenn die Box binnen zehn Tagen zurückgeschickt wird - sonst werden Zuschläge fällig. Grundsätzlich ist es auch möglich, Daten aus der Cloud mit dem Dienst ins eigene Netz zu befördern, wobei Amazon dann aber 3 Cent je Gigabyte verlangt - der Import in die Datenzentren des Unternehmens ist hingegen im Preis enthalten.
Snowball richtet sich an die Nutzer der Cloud-Dienste des Unternehmens, die insbesondere beim Wechsel auf diese erst einmal riesige Datenmengen von ihren bisher genutzten Systemen in die Amazon-Datenzentren übertragen müssen. Wenn hier viele Terabyte zu übermitteln sind, kann dies immerhin lange dauern, die Netzwerk-Infrastruktur belasten und im schlimmsten Fall bei Ausfällen der Verbindung Fehler produzieren.
Alternativ kann man nun Snowball bestellen. Dabei handelt es sich um eine Box, die etwa so groß ist, wie ein klassischer Desktop-Rechner. In diese können dann lokal bis zu 50 Terabyte Daten kopiert werden. Anschließend schickt man das Ganze dann wieder mit einem Logistiker zu Amazon, wo die Informationen umgehend im nächsten Datenzentrum auf den Cloud-Bereich des Nutzers übertragen werden.
Die von Amazon entwickelte Daten-Box ist dabei so konzipiert, dass sie beim Transport Stöße von Bis zu 6G verkraften kann, ohne, dass es zu Datenverlusten kommt. Integriert ist auch eine eigene Stromversorgung. Die Datenanbindung erfolgt über eine integrierte Netzwerkschnittstelle. Ein Datenaustausch mit Snowball kostet dabei 200 Dollar, wenn die Box binnen zehn Tagen zurückgeschickt wird - sonst werden Zuschläge fällig. Grundsätzlich ist es auch möglich, Daten aus der Cloud mit dem Dienst ins eigene Netz zu befördern, wobei Amazon dann aber 3 Cent je Gigabyte verlangt - der Import in die Datenzentren des Unternehmens ist hingegen im Preis enthalten.
Christian KahleRedakteur für Forschung, Energie und Raumfahrt
Begleitet die IT-Branche seit dem Dotcom-Boom, Informatik studierte er in Berlin. Sein Spektrum reicht von Quantencomputern über Solarstrom bis zur Raumfahrt.
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