Skandal-Schlammschlacht: Amazon schießt scharf gegen New York Times
Mitte August hat die renommierte US-Tageszeitung New York Times (NYT) einen langen Report zu den erschreckenden Arbeitsbedingungen, die beim Versandhändler Amazon herrschen sollen, veröffentlicht. Erstaunlich dabei war durchaus, dass es zwar ein internes Rundschreiben von Chef Jeff Bezos gab, aber keine Stellungnahme der PR- oder Pressestelle des Unternehmens.
Gemeint ist hier Bo Olson, von diesem stammt das Zitat "Ich habe fast jeden, mit dem ich zusammengearbeitet habe, (mindestens einmal) am Schreibtisch weinen gesehen", das ist wohl auch das bekannteste der gesamten Story. Carney schreibt, dass gegen Olsen wegen eines Betrugsversuchs intern ermittelt worden sei, diesen habe Olsen zugegeben, weshalb er auch gekündigt habe.
Amazon bestreitet auch weitere Details der Vorwürfe, darunter zum viertätigen Schlafentzug einer Mitarbeiterin namens Dina Vaccari sowie das angebliche "Anschnauzen" durch Kollegen einer anderen. Der Amazon-Manager wirft der NYT eine Verletzung der journalistischen Sorgfaltspflicht vor sowie eine auf Vorurteilen basierende Arbeit der beteiligten Reporter.
Dina Vaccaris "Klarstellung" auf deren privatem Blog sei zudem aus dem Zusammenhang gerissen, da sie darin auch ein Mehr an Empathie und Freundlichkeit am Arbeitsplatz sich wünscht bzw. fordert. Baquet verweist auf "dutzende Interviews" und den Umstand, dass Carney gerade einmal vier davon beanstandet hat und das nicht einmal richtig.
Daraufhin antwortete Carney ein weiteres Mal (wieder auf Medium), sein zweiter Beitrag war aber wesentlich schwammiger als der erste, wie auch Ars Technica meint, auf die Details der Replik von Baquet ging er nicht ein, sondern wiederholte seine Argumentation in erster Linie.
Gegenoffensive
Bis jetzt. Denn gestern hat Amazon eine Gegenoffensive gestartet und in einem ausführlichen Beitrag auf der Blogging-Seite Medium scharf gegen die NYT zurückgeschossen. In dem Artikel mit dem Titel "What The New York Times Didn't Tell You", also in etwa "Was die NYT verschweigt", schreibt Jay Carney, hochrangiger Amazon-Manager, dass es sich etwa bei einem von der Zeitung zitierten Mitarbeiter um einen (aus guten Gründen) Entlassenen handle, der sich am Unternehmen rächen wolle.Gemeint ist hier Bo Olson, von diesem stammt das Zitat "Ich habe fast jeden, mit dem ich zusammengearbeitet habe, (mindestens einmal) am Schreibtisch weinen gesehen", das ist wohl auch das bekannteste der gesamten Story. Carney schreibt, dass gegen Olsen wegen eines Betrugsversuchs intern ermittelt worden sei, diesen habe Olsen zugegeben, weshalb er auch gekündigt habe.
Amazon bestreitet auch weitere Details der Vorwürfe, darunter zum viertätigen Schlafentzug einer Mitarbeiterin namens Dina Vaccari sowie das angebliche "Anschnauzen" durch Kollegen einer anderen. Der Amazon-Manager wirft der NYT eine Verletzung der journalistischen Sorgfaltspflicht vor sowie eine auf Vorurteilen basierende Arbeit der beteiligten Reporter.
NYT-Chefredakteur antwortet
Doch das wollte die NYT nicht auf sich sitzen lassen und antwortete ihrerseits über Medium: Chefredakteur Dean Baquet schreibt u. a., dass etwa Olson diese Vorwürfe "kategorisch" bestreitet, Amazon habe im Zuge dessen "Entlassung" keine Beweise für ein Fehlverhalten vorlegen können, weder strafrechtlich noch auf sonstige Weise "formell".Dina Vaccaris "Klarstellung" auf deren privatem Blog sei zudem aus dem Zusammenhang gerissen, da sie darin auch ein Mehr an Empathie und Freundlichkeit am Arbeitsplatz sich wünscht bzw. fordert. Baquet verweist auf "dutzende Interviews" und den Umstand, dass Carney gerade einmal vier davon beanstandet hat und das nicht einmal richtig.
Daraufhin antwortete Carney ein weiteres Mal (wieder auf Medium), sein zweiter Beitrag war aber wesentlich schwammiger als der erste, wie auch Ars Technica meint, auf die Details der Replik von Baquet ging er nicht ein, sondern wiederholte seine Argumentation in erster Linie.
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