Erotik und Fake News: Hacker sorgen für Chaos beim Islamischen Staat
Der wichtigste Schauplatz für Propaganda ist längst das Internet. Das gilt nicht nur für westliche Politik, sondern auch für Terroristen und sonstige radikale Vereinigungen. Der Islamische Staat (IS) verwendet seit jeher eine Strategie, die vor sozialen Medien nicht zurückscheut. Irakische IT-Experten bzw. Hacker schlagen den IS nun mit eigenen Waffen.
Der mittlerweile gestoppte Siegeszug des Islamischen Staates hatte nicht nur militärische Gründe. Die Daesh-Terroristen haben aufgrund einer professionellen und über soziale Medien und andere Internet-Kanäle geführten Rekrutierungsstrategie Erfolge feiern können. Im Westen hat man in erster Linie versucht, derartige Terrorpropaganda wegzublocken und nicht, sie an der Wurzel zu bekämpfen.
Letzteres haben irakische IT-Experten getan und waren bzw. sind dabei überaus erfolgreich. Laut einem Bericht von Daily Beast (via derStandard) haben die Hacker einen besseren Weg gefunden, beim IS für Chaos zu sorgen als die meisten Staaten.
IS-Sympathisanten haben wohl nicht gut genug hingesehen
Dabei war man zweifellos "kreativ": Denn die sechs jungen Iraker haben die Konten des IS und von Sympathisanten gehackt und/oder gefälscht. Damit verschafften sie sich Zugang zu geschlossenen Gruppen in Messengern und vergleichbaren Plattformen. Auf diese Weise gelang es ihnen, sich ein gutes Bild von den Strukturen von Daesh zu machen.
Die Hacker streuten weitere Fake-News, darunter ein echt aussehendes Video, in dem gewarnt wurde, dass die offizielle Nachrichtenagentur des IS gehackt worden sei. Das wiederum führte zu weiterer Verwirrung unter den Daesh-Anhängern.
Letzteres haben irakische IT-Experten getan und waren bzw. sind dabei überaus erfolgreich. Laut einem Bericht von Daily Beast (via derStandard) haben die Hacker einen besseren Weg gefunden, beim IS für Chaos zu sorgen als die meisten Staaten.
IS-Sympathisanten haben wohl nicht gut genug hingesehen
Dabei war man zweifellos "kreativ": Denn die sechs jungen Iraker haben die Konten des IS und von Sympathisanten gehackt und/oder gefälscht. Damit verschafften sie sich Zugang zu geschlossenen Gruppen in Messengern und vergleichbaren Plattformen. Auf diese Weise gelang es ihnen, sich ein gutes Bild von den Strukturen von Daesh zu machen.
Manipulation
Mit mehr oder weniger subtiler Manipulation konnten sie für Verwirrung und Ärger beim IS sorgen. Beispielsweise haben sie per Photoshop das Bild einer jungen Frau im Bikini in eine Propaganda-Aufnahme "schmuggeln" können, das wenig moralische Foto wurde von vielen echten Sympathisanten weiterverbreitet - ohne zu erkennen, dass sie getrollt wurden.Die Hacker streuten weitere Fake-News, darunter ein echt aussehendes Video, in dem gewarnt wurde, dass die offizielle Nachrichtenagentur des IS gehackt worden sei. Das wiederum führte zu weiterer Verwirrung unter den Daesh-Anhängern.
Thema:
Witold PryjdaSenior Redakteur
Seit 1996 im Journalismus, ausgebildet an der Österreichischen Medienakademie. Sein Spektrum reicht von Robotern und KI über E-Autos bis zur Militärtechnik.
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