London bekommt eine futuristische High Tech-U-Bahn ohne Fahrer
In London beginnt ein Projekt zur umfassenden Modernisierung des U-Bahn-Systems. Eine hochgradige Vernetzung und der Einsatz von Zügen, die ohne menschlichen Fahrer ihre Aufgabe erledigen, sollen die Kapazitäten stark erhöhen und die Sicherheit der Fahrgäste steigern.
Da die neuen Züge komplett automatisiert fahren und untereinander vernetzt sind, kann nach Angaben der Betreibergesellschaft Transport for London (TfL) die Taktung deutlich erhöht werden. Ein Flaschenhals bei der Geschwindigkeit des Transports besteht bisher auch bei den zu befördernden Passagieren: Das Ein- und Aussteigen dauert schlicht zu lange. Um dem entgegenzuwirken will man den neuen Bahnen nicht nur größere Türen spendieren. Überwunden wird auch das alte Konzept einzelner Wagen. Ein komplett durchgängiger Zug soll dafür sorgen, dass sich die Passagiere besser verteilen. Unterstützend sollen Echtzeit-Informationssysteme helfen, die Passagiere zu leiten.
Der Verzicht auf einen Fahrer ist durchaus ein großer Schritt im Transportwesen, der nicht nur bei den Betreibern, sondern auch bei den Fahrgästen Umgewöhnung und Vertrauen erfordert. Daher soll Anfangs auch weiterhin Personal im Cockpit sitzen. Dessen Aufgabe beschränkt sich im Wesentlichen aber darauf, die Türen zu schließen und die automatisierten Systeme zu überwachen. Fällt dann bei der frischen Technik doch einmal der Rechner aus, kann der Zug so auch manuell weitergefahren werden. Später soll dies aber komplett wegfallen.
"Diese innovativen, ins Auge springenden und schlanken neuen Züge sind entscheidend für die Fortführung der Modernisierung des London Underground", erklärte Johnson. Die nun beginnende Planungsphase soll im Jahr 2016 zur Vergabe der ersten konkreten Bau-Aufträge führen. Wer die neuen Bahnen bauen wird, ist also noch nicht bekannt. Fest steht aber bereits, dass die Piccadilly-Line als erstes umgerüstet wird. Diese befördert derzeit bereits 210 Millionen Passagiere im Jahr und der Bedarf wird bis 2020 voraussichtlich um weitere 20 Prozent steigen. Das neue System soll dann 2022 betriebsbereit sein und die Kapazität auf dieser Verbindung um 60 Prozent steigern, hieß es.
Millionen neue Fahrgäste
Das Konzept, das der Londoner Bürgermeister Boris Johnson gestern vorstellte, soll das öffentliche Transportwesen darauf einstellen, dass sich die Bevölkerung Londons nach aktuellen Prognosen von derzeit 8,4 Millionen bis zum Jahr 2030 auf rund 10 Millionen Einwohner vergrößern wird. Um im Zuge dessen einen Verkehrs-Kollaps zu verhindern, will man einerseits die Kapazitäten der U-Bahn-Linien steigern und gleichzeitig den Komfort steigern, um mehr Menschen zum Verzicht aufs Auto und für die Nutzung des öffentlichen Nahverkehrs zu gewinnen.Da die neuen Züge komplett automatisiert fahren und untereinander vernetzt sind, kann nach Angaben der Betreibergesellschaft Transport for London (TfL) die Taktung deutlich erhöht werden. Ein Flaschenhals bei der Geschwindigkeit des Transports besteht bisher auch bei den zu befördernden Passagieren: Das Ein- und Aussteigen dauert schlicht zu lange. Um dem entgegenzuwirken will man den neuen Bahnen nicht nur größere Türen spendieren. Überwunden wird auch das alte Konzept einzelner Wagen. Ein komplett durchgängiger Zug soll dafür sorgen, dass sich die Passagiere besser verteilen. Unterstützend sollen Echtzeit-Informationssysteme helfen, die Passagiere zu leiten.
Der Verzicht auf einen Fahrer ist durchaus ein großer Schritt im Transportwesen, der nicht nur bei den Betreibern, sondern auch bei den Fahrgästen Umgewöhnung und Vertrauen erfordert. Daher soll Anfangs auch weiterhin Personal im Cockpit sitzen. Dessen Aufgabe beschränkt sich im Wesentlichen aber darauf, die Türen zu schließen und die automatisierten Systeme zu überwachen. Fällt dann bei der frischen Technik doch einmal der Rechner aus, kann der Zug so auch manuell weitergefahren werden. Später soll dies aber komplett wegfallen.
"Diese innovativen, ins Auge springenden und schlanken neuen Züge sind entscheidend für die Fortführung der Modernisierung des London Underground", erklärte Johnson. Die nun beginnende Planungsphase soll im Jahr 2016 zur Vergabe der ersten konkreten Bau-Aufträge führen. Wer die neuen Bahnen bauen wird, ist also noch nicht bekannt. Fest steht aber bereits, dass die Piccadilly-Line als erstes umgerüstet wird. Diese befördert derzeit bereits 210 Millionen Passagiere im Jahr und der Bedarf wird bis 2020 voraussichtlich um weitere 20 Prozent steigen. Das neue System soll dann 2022 betriebsbereit sein und die Kapazität auf dieser Verbindung um 60 Prozent steigern, hieß es.
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Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
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