WLAN kann wichtiges Display in Boeing-Flugzeugen ausfallen lassen
Gerade erst konnten sich die zuständigen Stellen durchringen und die Nutzung von Mobiltelefonen in Flugzeugen für ungefährlich erklären, da tauchen plötzlich Tests auf, die das Gegenteil zeigen - zumindest bei einer kleinen, aber sehr wichtigen Komponente.
Die US-Behörde für Flugsicherheit FAA hat festgestellt, dass die Funksignale von Handys und Computern ein bestimmtes Display zum Ausfall bringen können, das derzeit in hunderten Flugzeugen des Herstellers Boeing verbaut ist. Immerhin: Sie ruderte bei der Freigabe von Elektronik während des Fluges nicht zurück, sondern forderte die Fluggesellschaften auf, das fragliche Gerät gegen verbesserte Versionen auszutauschen, berichtete die BBC.
Bei der Angelegenheit handelt es sich ausgerechnet um ein sehr zentrales Display für die Piloten. Auf ihm werden Informationen wie die Geschwindigkeit, Flughöhe, Kurs und Neigung angezeigt. Ein Ausfall könnte also entsprechend schwerwiegende Konsequenzen haben. Bei dem Gerät zeigten sich in neuen Tests Probleme, die unter anderem durch WLAN- oder Mobilfunk-Signale ausgelöst werden können.
Dass die Flugsicherung die Nutzung von Elektronik nicht wieder kurzerhand untersagte, sondern den Austausch anordnete, dürfte damit zusammenhängen, dass auch andere Radiowellen für einen Ausfall des Displays sorgen können. So zeigten sich die gleichen Probleme beispielsweise durch die Aussendungen des Bord-Radars. Infografik: Handy-Nutzung im Flugzeug
Seitens der Fluggesellschaften zeigte man sich nicht sonderlich erfreut über die Aufforderung der Behörde. Virgin Australia, Air France und Ryanair haben beispielsweise Widerspruch angemeldet. Diese verweisen darauf, dass die Störungen nur unter bestimmten Bedingungen in Labortests auftraten, nie jedoch tatsächlich in einem Flugzeug - und dies, obwohl bereits 2012 gesonderte Prüfungen vorgenommen worden seien. Die Aufforderung der FAA stelle daher eine unnötige Last dar, die den Unternehmen aufgebürdet werde, erklärte der Billig-Flieger Ryanair.
Der Technologiekonzern Honeywell, von dem das Display hergestellt wird, versucht sich um Schlichtung - immerhin ist man zwar grundsätzlich daran interessiert, Ersatzteile zu verkaufen, will aber auch nicht in den Ruf geraten, völlig problematische Bauteile zu liefern. Daher schlug man nun vor, den Austausch-Zwang nur dort anzuwenden, wo Tablets oder ähnliche Geräte von den Piloten im Cockpit genutzt werden.
Bei der Angelegenheit handelt es sich ausgerechnet um ein sehr zentrales Display für die Piloten. Auf ihm werden Informationen wie die Geschwindigkeit, Flughöhe, Kurs und Neigung angezeigt. Ein Ausfall könnte also entsprechend schwerwiegende Konsequenzen haben. Bei dem Gerät zeigten sich in neuen Tests Probleme, die unter anderem durch WLAN- oder Mobilfunk-Signale ausgelöst werden können.
Dass die Flugsicherung die Nutzung von Elektronik nicht wieder kurzerhand untersagte, sondern den Austausch anordnete, dürfte damit zusammenhängen, dass auch andere Radiowellen für einen Ausfall des Displays sorgen können. So zeigten sich die gleichen Probleme beispielsweise durch die Aussendungen des Bord-Radars. Infografik: Handy-Nutzung im Flugzeug
Seitens der Fluggesellschaften zeigte man sich nicht sonderlich erfreut über die Aufforderung der Behörde. Virgin Australia, Air France und Ryanair haben beispielsweise Widerspruch angemeldet. Diese verweisen darauf, dass die Störungen nur unter bestimmten Bedingungen in Labortests auftraten, nie jedoch tatsächlich in einem Flugzeug - und dies, obwohl bereits 2012 gesonderte Prüfungen vorgenommen worden seien. Die Aufforderung der FAA stelle daher eine unnötige Last dar, die den Unternehmen aufgebürdet werde, erklärte der Billig-Flieger Ryanair.
Der Technologiekonzern Honeywell, von dem das Display hergestellt wird, versucht sich um Schlichtung - immerhin ist man zwar grundsätzlich daran interessiert, Ersatzteile zu verkaufen, will aber auch nicht in den Ruf geraten, völlig problematische Bauteile zu liefern. Daher schlug man nun vor, den Austausch-Zwang nur dort anzuwenden, wo Tablets oder ähnliche Geräte von den Piloten im Cockpit genutzt werden.
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Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
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