Kopfschmerzen bei 3D-Filmen entstehen durch irritiertes Gehirn
Die Klagen vieler Kino-Besucher über Beschwerden nach dem Ansehen von 3D-Filmen sind keineswegs ein Ausdruck einer konservativen Haltung zu technischen Neuerungen, sondern haben eine reale Grundlage in der Verarbeitung der Bilder im Gehirn, teilte die Ernst-Abbe-Fachhochschule Jena mit.
Zwar gibt es bei der Erzeugung des räumlichen Eindrucks auf der Kino-Leinwand oder auf Fernsehern unterschiedliche Methoden, das optische Prinzip ist aber jeweils gleich. Dabei werden die geometrischen Zusammenhänge der realen räumlichen Wahrnehmung möglichst genau nachempfunden, damit der kortikale Verarbeitungsprozess eine Räumlichkeit interpretiert, welche real nicht gegeben ist. Jedes Auge wird so mit eigenen Bildern versorgt, die aus leicht unterschiedlichen Perspektiven aufgenommen sind.
Das Problem für das Gehirn liegt allerdings nicht an Ungenauigkeiten dieser Bild-Zusammensetzung, sondern an einer anderen Stelle: Wenn die Bilder im Gehirn zu einer räumlichen Abbildung zusammengesetzt werden, entsteht die Wahrnehmung entweder vor oder hinter der Projektions-Oberfläche. Ist das rechte Halbbild dem rechten Auge und das linke Halbbild dem linken Auge zuzuordnen, so wird das Gemeinschaftsbild hinter der darstellenden Oberfläche wahrgenommen. Bei umgekehrter Zuordnung der Halbbilder wird der 3D-Effekt vor der Displayebene wahrgenommen.
Denn das Auge sorgt nicht nur für die Aufnahme des Lichtes des jeweiligen Bildes, sondern fokussiert das optische Seh-System auch so, dass ein scharfes Bild wahrgenommen wird.
Dadurch, dass das Bild scheinbar vor oder hinter der Leinwand oder dem Bildschirm wahrgenommen wird, das Auge aber auf die eigentliche Oberfläche fokussieren muss, wird das visuelle System übermäßig belastet. Das kann in manchen Fällen zu 3D-induzierten Beschwerden, wie etwa zur Wahrnehmung von unscharfen Bildern, Doppelbildern, ermüdeten Augen, Kopfschmerzen, Übelkeit oder Schwindelgefühl führen, hieß es.
Das Problem für das Gehirn liegt allerdings nicht an Ungenauigkeiten dieser Bild-Zusammensetzung, sondern an einer anderen Stelle: Wenn die Bilder im Gehirn zu einer räumlichen Abbildung zusammengesetzt werden, entsteht die Wahrnehmung entweder vor oder hinter der Projektions-Oberfläche. Ist das rechte Halbbild dem rechten Auge und das linke Halbbild dem linken Auge zuzuordnen, so wird das Gemeinschaftsbild hinter der darstellenden Oberfläche wahrgenommen. Bei umgekehrter Zuordnung der Halbbilder wird der 3D-Effekt vor der Displayebene wahrgenommen.
Falscher Fokus
Dabei tritt ein Effekt in Erscheinung, der in der Forschung als Vergenz-Akkommodation-Konflikt bekannt ist. Dieser beschreibt ein Problem bei der visuellen Verarbeitung des 3D-Bildes.Denn das Auge sorgt nicht nur für die Aufnahme des Lichtes des jeweiligen Bildes, sondern fokussiert das optische Seh-System auch so, dass ein scharfes Bild wahrgenommen wird.
Dadurch, dass das Bild scheinbar vor oder hinter der Leinwand oder dem Bildschirm wahrgenommen wird, das Auge aber auf die eigentliche Oberfläche fokussieren muss, wird das visuelle System übermäßig belastet. Das kann in manchen Fällen zu 3D-induzierten Beschwerden, wie etwa zur Wahrnehmung von unscharfen Bildern, Doppelbildern, ermüdeten Augen, Kopfschmerzen, Übelkeit oder Schwindelgefühl führen, hieß es.
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Christian Kahle
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