Amazon startet mit der Versand-Auslagerung nach Polen
Laut einem Bericht der Tageszeitung Die Welt hat Amazon damit begonnen, Teile des Buchversands für Deutschland in neu eröffnete Logistikzentren in Polen und Tschechien auszulagern. Ab September starten die ausländischen Zentren mit der Lieferung nach Deutschland.
Damit startet laut Welt der Machtkampf zwischen dem Handelsriesen und der Gewerkschaft Verdi in eine neue Runde. Bereits im Juni waren die Pläne an die Öffentlichkeit geraten. Zwar sagt es Amazon bislang nicht direkt, aber die neuen Versandzentren in Polen und Tschechien werden das Ausfallrisiko aufgrund eines Streiks in Deutschland erheblich mindern. Im vergangenen Weihnachtsgeschäft hatte Verdi mehrfach zum Streik aufgerufen und konnte so vor allem ein breites Medienecho für die Forderungen der Arbeiter in deutschen Amazon-Zentren erreichen.
Ein Pressesprecher unterstrich im Gespräch mit der Welt, dass die Umlagerungen dem Wachstum dienen werden und Amazon eines der aktuell 25 Versandzentren in Europa im Umkehrschluss für die neuen Zentren schließen werde.
Mitte September eröffnet das erste neue Versandzentrum in Polen. Die Verlage werden aufgefordert, einen Teil ihrer Lagerbestände für Amazon nun an die neuen Zentren zu senden.
Bei den Verlagen kommen die neuen Pläne gar nicht gut an, schreibt Die Welt. Das bereits gespannte Verhältnis zwischen den Buchverlegern und Amazon werde nun zusätzlich dadurch belastet, dass Amazon die Kosten für die Bereitstellung der Bücher in den neuen Zentren in Polen und Tschechien auf die Verlage abwälzt.
Keine Lieferverzögerungen?
Alle neuen Zentren sind so gelegen, dass sie bei der Auslieferung an deutsche Kunden keine nennenswerten Lieferverzögerungen verursachen, heißt es.Ein Pressesprecher unterstrich im Gespräch mit der Welt, dass die Umlagerungen dem Wachstum dienen werden und Amazon eines der aktuell 25 Versandzentren in Europa im Umkehrschluss für die neuen Zentren schließen werde.
Mitte September eröffnet das erste neue Versandzentrum in Polen. Die Verlage werden aufgefordert, einen Teil ihrer Lagerbestände für Amazon nun an die neuen Zentren zu senden.
Bei den Verlagen kommen die neuen Pläne gar nicht gut an, schreibt Die Welt. Das bereits gespannte Verhältnis zwischen den Buchverlegern und Amazon werde nun zusätzlich dadurch belastet, dass Amazon die Kosten für die Bereitstellung der Bücher in den neuen Zentren in Polen und Tschechien auf die Verlage abwälzt.
Neue Pläne erweisen sich als "Klimakiller"
"Amazons Plan bedeutet eine Vervielfachung der Wege und der damit verbundenen Kosten für die Verlage", erklärte Alexander Skipis, Hauptgeschäftsführer des Börsenverein des deutschen Buchhandels, gegenüber der Welt. Amazons Vorgehen sei außerdem ein echter Klimakiller. Wenn man die neuen Transportwege bedenke, erhöhe sich der Ausstoß des Klimagases CO2 von 14 Gramm beim kürzesten Weg auf bis zu 58 Gramm pro Buch bei den neuen Lieferwegen.
Thema:
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