Druck auf Netzbetreiber soll schnell einen Handy-Kill-Switch bringen
Die Fallzahlen des Diebstahls von Mobiltelefonen explodieren regelrecht. Um hier endlich eine Bremse anzusetzen, will der Bremer Innensenator Ulrich Mäurer (SPD) seine Kollegen aus anderen Bundesländern hinter sich versammeln und Druck auf die Netzbetreiber aufbauen.
Auf der Innenministerkonferenz am 11. Juni will Mäurer den Aufbau einer zentralen Datenbank für gestohlene Geräte vorschlagen. In dieser soll dann die "International Mobile Equipment Identity" (IMEI) jedes Gerätes vermerkt werden, das bei der Polizei als gestohlen gemeldet wird. "Die Provider wären damit in der Lage, Geräte mit ihnen bekannten IMEI-Nummern von der Kommunikation auszuschließen", erklärte Mäurer gegenüber dem Weser-Kurier.
So wäre es relativ einfach möglich, gestohlene Handys zumindest hierzulande schlicht unbrauchbar zu machen. Das würde den Wert solcher Geräte bereits deutlich schmälern und es viel unattaktiver machen, Mobiltelefone zu entwenden. Denn auch ein Wechsel der SIM-Karte würde dem Dieb in diesem Fall nicht helfen, da die IMEI fest im Gerät verankert ist.
Um ein solches Projekt Wirklichkeit werden zu lassen, müssten aber eben auch die Netzbetreiber mitspielen. Mäurer vermutet, dass diese hier bisher nicht unbedingt mit viel Eigeninitiative glänzten, weil sie letztlich auch davon profitieren, wenn ein Mobiltelefon gestohlen wird. "Das fördert den Umsatz. So ist es nicht primäres Ziel des Verkäufers, diese Taten zu unterbinden", erklärte der Innensenator.
Wenn sich die Innenminister hier einig sind, könnte allerdings wohl genug Druck auf die Unternehmen aufgebaut werden, damit diese ebenfalls mitmachen. Sollte dies letztlich aber doch nicht auf freiwilliger Grundlage möglich sein, will sich der Politiker auch dafür einsetzen, dass notfalls per Gesetz eine entsprechende Verpflichtung eingeführt wird.
So wäre es relativ einfach möglich, gestohlene Handys zumindest hierzulande schlicht unbrauchbar zu machen. Das würde den Wert solcher Geräte bereits deutlich schmälern und es viel unattaktiver machen, Mobiltelefone zu entwenden. Denn auch ein Wechsel der SIM-Karte würde dem Dieb in diesem Fall nicht helfen, da die IMEI fest im Gerät verankert ist.
Um ein solches Projekt Wirklichkeit werden zu lassen, müssten aber eben auch die Netzbetreiber mitspielen. Mäurer vermutet, dass diese hier bisher nicht unbedingt mit viel Eigeninitiative glänzten, weil sie letztlich auch davon profitieren, wenn ein Mobiltelefon gestohlen wird. "Das fördert den Umsatz. So ist es nicht primäres Ziel des Verkäufers, diese Taten zu unterbinden", erklärte der Innensenator.
Wenn sich die Innenminister hier einig sind, könnte allerdings wohl genug Druck auf die Unternehmen aufgebaut werden, damit diese ebenfalls mitmachen. Sollte dies letztlich aber doch nicht auf freiwilliger Grundlage möglich sein, will sich der Politiker auch dafür einsetzen, dass notfalls per Gesetz eine entsprechende Verpflichtung eingeführt wird.
Immer mehr Gewalt bei den Taten
Mäuerer sieht in der Sache eine besondere Dringlichkeit gegeben. Denn insbesondere die immer stärkere Verbreitung relativ teurer Smartphones lässt die Fallzahlen schnell nach oben gehen. In Bremen wurden im Jahr 2011 so beispielsweise 2.303 Handys als gestohlen gemeldet. Nun wird fest damit gerechnet, dass in diesem Jahr die 4.000er-Marke geknackt wird. Hinzu kommt, dass von den Tätern zunehmend auch Gewalt angewandt wird, um an die Smartphones zu gelangen. "Mehr als 30 Prozent der Raubtaten in Bremen haben inzwischen das Ziel Handy oder Smartphone", sagte der Innensenator.
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Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
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