Kill-Switch für Smartphones wird in Kalifornien ab 2015 zur Pflicht
Nach einem längeren politischen Hin und Her hat der kalifornische Gesetzgeber eine Richtlinie verabschiedet, die Smartphone-Hersteller zu einem so genannten "Kill-Switch" zwingt. Ab 2015 muss jedes neu verkaufte Mobilgerät von Haus aus eine Möglichkeit mitbringen, es im Verlust- oder Diebstahlsfall aus der Ferne löschen zu können.
Das entsprechende Gesetz hat der kalifornische Gouverneur Jerry Brown gestern unterschrieben, damit tritt es auch (mit 1. Januar 2015) in Kraft, berichtet Ars Technica. Dieser "Kill-Switch" muss verpflichtend angeboten werden, einen Zwang diese Funktion auch tatsächlich zu nutzen, gibt es hingegen nicht. Smartphone-Besitzer können sie auf Wunsch auch deaktivieren.
Das neue Gesetz sieht außerdem vor, dass Händler, die ein gestohlenes Smartphone verkaufen, eine Zivilstrafe in Höhe von 500 bis 2500 Dollar zu erwarten haben. Das gilt allerdings nicht pauschal, sondern pro Gerät.
So wurde das Gesetz sowohl von der Lobby-Vereinigung der Mobilindustrie, der CTIA, als auch der Cyber-Bürgerrechts-Organisation Electronic Frontier Foundation (EFF) abgelehnt. Letztere argumentiert, dass ein verpflichtender Kill-Switch nicht nötig sei, da es bereits etliche Apps und Dienste, auch als Teil des Betriebssystems, gebe, die eine derartige Fernlöschfunktion bieten. Zudem kritisiert die EFF, dass das Gesetz nicht genau genug festlegt, wie die (kalifornische) Regierung bzw. die dortigen Behörden "Zugriff" darauf haben.
Auch zahlreiche Hersteller und Mobilfunkanbieter hatten sich zunächst gegen den Gesetzesvorschlag gestellt, da sie Hackerangriffe auf den Kill-Switch befürchteten. Allerdings war das wohl ein vorgeschobener Grund, da man dank Deals mit Versicherungsunternehmen indirekt von gestohlenen Mobilgeräten profitiert hat.
Siehe auch: Kill-Switch für Smartphones kann Milliarden sparen
Das neue Gesetz sieht außerdem vor, dass Händler, die ein gestohlenes Smartphone verkaufen, eine Zivilstrafe in Höhe von 500 bis 2500 Dollar zu erwarten haben. Das gilt allerdings nicht pauschal, sondern pro Gerät.
Kritisierte gesetzliche Regelung
Das Gesetz ist allerdings durchaus umstritten: Viel Unterstützung gab es seitens großer kalifornischer Kommunen, darunter Los Angeles, San Francisco, Oakland und San Diego. Zahlreiche Befürworter gab es auch unter Konsumentenschützern sowie der Polizei. Doch der Gesetzesentwurf hatte auch so einige Gegner, die normalerweise nicht viele Gemeinsamkeiten haben.So wurde das Gesetz sowohl von der Lobby-Vereinigung der Mobilindustrie, der CTIA, als auch der Cyber-Bürgerrechts-Organisation Electronic Frontier Foundation (EFF) abgelehnt. Letztere argumentiert, dass ein verpflichtender Kill-Switch nicht nötig sei, da es bereits etliche Apps und Dienste, auch als Teil des Betriebssystems, gebe, die eine derartige Fernlöschfunktion bieten. Zudem kritisiert die EFF, dass das Gesetz nicht genau genug festlegt, wie die (kalifornische) Regierung bzw. die dortigen Behörden "Zugriff" darauf haben.
Auch zahlreiche Hersteller und Mobilfunkanbieter hatten sich zunächst gegen den Gesetzesvorschlag gestellt, da sie Hackerangriffe auf den Kill-Switch befürchteten. Allerdings war das wohl ein vorgeschobener Grund, da man dank Deals mit Versicherungsunternehmen indirekt von gestohlenen Mobilgeräten profitiert hat.
Siehe auch: Kill-Switch für Smartphones kann Milliarden sparen
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