Verbraucher-Test: Kabel-Internet besser als DSL

Die Kabelnetzbetreiber bieten insgesamt gesehen die kundenfreundlicheren Gesamtpakete aus Preis, Service und Vertragsbedingungen als ihre Konkurrenten, die DSL-Anbindungen vertreiben. Das ist das Ergebnis eines aktuellen Tests von Check24. In diesem belegen Kabel Deutschland, Tele Columbus und Unitymedia die ersten drei Plätze. Gegenstand der Untersuchung waren allerdings auch nur die vier größten überregionalen DSL-Anbieter und die vier größten Kabelanbieter.

Der Vorjahreszweite Kabel Deutschland hat im aktuellen Test Tele Columbus als besten Internetanbieter abgelöst. Auch in den Kategorien Service und Preis konnte sich der Gesamtsieger den Spitzenplatz sichern. Die Tarifbedingungen sind allerdings aus Endverbrauchersicht verbesserungswürdig - hier reichte es nur für Platz 5.

Vodafone bei DSL vorn

Der beste DSL-Anbieter in der Auswertung ist Vodafone. Der Konzern erreichte den vierten Platz. Durch verschiedene Preissenkungen konnte sich das Unternehmen vom 7. Rang des Vorjahres nach vorn schieben. Auf Rang 5 landet Kabel BW vor O2 und 1&1. Die Deutsche Telekom belegte aufgrund des hohen Preises den letzten Platz.

Bei Kabel Deutschland zahlten die Verbraucher zum Testzeitpunkt für eine Doppelflatrate aus Internet und Festnetz effektiv nur 18,65 Euro pro Monat und erhielten dabei eine Downstream-Bandbreite von bis zu 25 Megabit pro Sekunde. Bei Tele Columbus kommt man auf 20,40 Euro für eine etwas langsamere 16-Megabit-Leitung. Der Durchschnittspreis aller getesteten Anbieter lag bei 23,70 Euro monatlich und fiel damit im Vergleich zum Vorjahr um sechs Prozent.

Am teuersten ist das Doppelflatrate-Angebot der Telekom für effektiv 33,28 Euro pro Monat bei 16 Megabit pro Sekunde. Telekom-Kunden zahlen damit rund 78 Prozent mehr als Kunden von Kabel Deutschland. Das zweitteuerste Angebot kommt von Unitymedia, wobei der Abstand mit 24,38 Euro monatlich schon signifikant ist. Allerdings kann man auch bei 1&1 teurer wegkommen, denn das Unternehmen erhebt in einigen schlecht ausgebauten Gebieten einen Regionalaufschlag von 4,99 Euro, mit dem man auf 27,88 Euro monatlich kommt. 1&1 erhebt als einziger Provider im Test einen Regionalaufschlag von 4,99 Euro monatlich.
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