Nach Kritik: Mozilla-CEO Eich gibt erstes Interview
Brendan Eich steht seit seiner Bestellung zum neuen CEO von Firefox-Anbieter Mozilla unter Beschuss, Grund ist eine umstrittene Spende an eine Anti-Homo-Ehe-Initiative in Kalifornien. Nun hat Eich sein erstes Interview zum Thema gegeben.
Die Debatte um Mozilla-CEO Brendan Eich und dessen Einstellung zur Homo-Ehe hat zuletzt zu heftigen Diskussionen geführt: Eichs Spende an die Befürworter von "Proposition 8" (die ein Verbot gleichgeschlechtlicher Ehe gefordert hatten) aus dem Jahr 2008 führte nach Bekanntwerden zu Boykott-Aufrufen und Rücktrittsforderungen von Mitarbeitern. So mancher meint aber auch, dass Eichs private Ansichten nichts mit dessen Job zu tun hätten.
Letzteres ist auch der Standpunkt von Brendan Eich: In einem Interview mit Cnet, dem ersten seit seinem Amtsantritt, sagte der designierte CEO, dass man bei Mozilla stets nach dem Prinzip der "Einschließlichkeit" ("Inclusiveness") gearbeitet habe. Jeder Mitarbeiter habe seine ganz privaten politischen und religiösen Ansichten, diese "geben sie aber an der Tür ab, wenn sie für Mozilla arbeiten."
Mozilla sei eine weltweit agierende und auch sehr große Organisation und könnte auch nicht funktionieren, wenn dies nicht der Fall wäre. Das mache man seit bereits 16 Jahren, so der CEO, und werde das auch weiterhin so halten.
Seine persönliche Meinung zu Homosexualität wollte Eich nicht näher erläutern, ihm sei es aber durchaus bewusst, dass das Bekanntwerden der Spende anderen Leuten (seelische) Schmerzen zugefügt habe: "Das habe ich in den Augen von Freunden, die LGBT sind, gesehen. Ich habe das auch schon 2012 gesehen. Es tut mir leid, dass ich diesen Schmerz ausgelöst habe." Er ruft Nutzer und Entwickler auf, die Sache von Mozilla weiterhin zu unterstützen, da eine Welt ohne Firefox eine dunklere wäre.
Letzteres ist auch der Standpunkt von Brendan Eich: In einem Interview mit Cnet, dem ersten seit seinem Amtsantritt, sagte der designierte CEO, dass man bei Mozilla stets nach dem Prinzip der "Einschließlichkeit" ("Inclusiveness") gearbeitet habe. Jeder Mitarbeiter habe seine ganz privaten politischen und religiösen Ansichten, diese "geben sie aber an der Tür ab, wenn sie für Mozilla arbeiten."
Mozilla sei eine weltweit agierende und auch sehr große Organisation und könnte auch nicht funktionieren, wenn dies nicht der Fall wäre. Das mache man seit bereits 16 Jahren, so der CEO, und werde das auch weiterhin so halten.
Seine persönliche Meinung zu Homosexualität wollte Eich nicht näher erläutern, ihm sei es aber durchaus bewusst, dass das Bekanntwerden der Spende anderen Leuten (seelische) Schmerzen zugefügt habe: "Das habe ich in den Augen von Freunden, die LGBT sind, gesehen. Ich habe das auch schon 2012 gesehen. Es tut mir leid, dass ich diesen Schmerz ausgelöst habe." Er ruft Nutzer und Entwickler auf, die Sache von Mozilla weiterhin zu unterstützen, da eine Welt ohne Firefox eine dunklere wäre.
Eigener Rücktritt kommt nicht in Frage
Einen Rücktritt lehnte er jedoch ab, es wäre weder für seine Integrität noch jene von Mozilla gut, wenn so etwas auf Druck von Außen ausgelöst werden würde. Die Frage, ob er heute noch einmal für eine Initiative wie Proposition 8 spenden würde, beantwortete Brendan Eich nicht oder nur ausweichend: Das Thema stelle sich nicht mehr (Anm.: Proposition 8 wurde vom obersten Gericht der USA als verfassungswidrig eingestuft und einkassiert) und "Hypothetisches will ich nicht beantworten müssen."
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