Homophobie-Vorwürfe:
Mozilla-CEO Eich tritt zurück
Mozilla-CEO Brendan Eich ist nach nur wenigen Tagen im Amt zurückgetreten, Grund dafür war eine umstrittene Spende an eine Anti-Homo-Ehe-Initiative in Kalifornien. Eich ist von Firefox-Mitarbeitern und Entwicklern heftig kritisiert worden.
"Wir haben nicht so reagiert, wie man es von Mozilla erwarten würde", schreibt Baker. "Wir haben uns nicht schnell genug bewegt, um mit den Leuten ins Gespräch zu kommen als die Kontroverse begann." Bei Mozilla sei man stets stolz darauf gewesen, andere Standards anzulegen, in der vergangenen Woche habe man diese jedoch selbst nicht einhalten können.
Bei Mozilla glaube man an Gleichheit und Meinungsfreiheit, ersteres ist eine Voraussetzung für "bedeutsame Sprache", letztere werde hingegen benötigt um für Gleichheit zu kämpfen, schreibt die Aufsichtsratsvorsitzende. Manchmal könne es aber schwierig sein, für beide Werte gleichzeitig zu stehen.
Mozilla habe Mitarbeiter mit einer Fülle von unterschiedlichen Ansichten und gleichzeitig eine "Kultur der Offenheit." Dabei ermutige man die Mitarbeiter ihre Meinungen auch öffentlich zu äußern, dieses Mal habe man es aber nicht geschafft, zuzuhören und ins Gespräch zu kommen.
Baker widerspricht in ihrem Beitrag teils offen, teils zwischen den Zeilen dem nun zurückgetreten CEO. Brendan Eich hatte in einem Interview Anfang der Woche etwa gemeint, dass Mozilla-Mitarbeiter ihre privaten Meinungen "an der Tür abgeben" sollten, er hatte damals einen Rücktritt noch ausgeschlossen.
Siehe auch: Mozilla-Mitarbeiter rebellieren gegen neuen CEO Eich
Vielen Dank an WinFuture-Leser Knerd für den Hinweis.
"Wir sind uns nicht treu geblieben"
Die Entscheidung gab Mitchell Baker, Executive Chairwoman der Mozilla Foundation in einem Blog-Beitrag bekannt. Und Baker gibt offen Fehler zu, vor allem habe die hinter dem Firefox-Browser stehende Stiftung nicht schnell genug auf die Vorwürfe reagiert. In anderen Worten: Das Krisenmanagement hat versagt."Wir haben nicht so reagiert, wie man es von Mozilla erwarten würde", schreibt Baker. "Wir haben uns nicht schnell genug bewegt, um mit den Leuten ins Gespräch zu kommen als die Kontroverse begann." Bei Mozilla sei man stets stolz darauf gewesen, andere Standards anzulegen, in der vergangenen Woche habe man diese jedoch selbst nicht einhalten können.
Bei Mozilla glaube man an Gleichheit und Meinungsfreiheit, ersteres ist eine Voraussetzung für "bedeutsame Sprache", letztere werde hingegen benötigt um für Gleichheit zu kämpfen, schreibt die Aufsichtsratsvorsitzende. Manchmal könne es aber schwierig sein, für beide Werte gleichzeitig zu stehen.
Mozilla habe Mitarbeiter mit einer Fülle von unterschiedlichen Ansichten und gleichzeitig eine "Kultur der Offenheit." Dabei ermutige man die Mitarbeiter ihre Meinungen auch öffentlich zu äußern, dieses Mal habe man es aber nicht geschafft, zuzuhören und ins Gespräch zu kommen.
Beweis, dass ein offenes Web gebraucht wird
Die Ereignisse der vergangenen Tage seien laut Baker zwar schmerzhaft gewesen, sie zeigten aber auch ganz genau, warum man das Web brauche, nämlich "für all jene Konversationen, die man führen muss, um die Welt besser zu machen." Wer die Nachfolge von Eich antreten wird, steht noch nicht fest und wird derzeit intern diskutiert, weitere Informationen dazu soll es in der kommenden Woche geben.Baker widerspricht in ihrem Beitrag teils offen, teils zwischen den Zeilen dem nun zurückgetreten CEO. Brendan Eich hatte in einem Interview Anfang der Woche etwa gemeint, dass Mozilla-Mitarbeiter ihre privaten Meinungen "an der Tür abgeben" sollten, er hatte damals einen Rücktritt noch ausgeschlossen.
Siehe auch: Mozilla-Mitarbeiter rebellieren gegen neuen CEO Eich
Vielen Dank an WinFuture-Leser Knerd für den Hinweis.
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Witold PryjdaSenior Redakteur
Seit 1996 im Journalismus, ausgebildet an der Österreichischen Medienakademie. Sein Spektrum reicht von Robotern und KI über E-Autos bis zur Militärtechnik.
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