RedTube-Fall: Grüne stoßen Abmahn-Änderungen an
Als Lehre aus dem Fall RedTube soll die Rechtslage so verändert werden, dass unseriöse Massenabmahnungen zukünftig nicht mehr so einfach und relativ folgenlos versandt werden können.
Eine entsprechende Initiative will die Bundestagsfraktion der Grünen auf den Weg bringen. "Mit den Möglichkeiten einer Massenabmahnung, die das Gesetz bisher bietet, haben einige schwarze Schafe gespielt", erklärte Renate Künast, verantwortlich für Rechtspolitik und Verbraucherschutz in der Grünen-Bundestagsfraktion, gegenüber dem Nachrichtenmagazin Focus (heutige Ausgabe). Und sie spitzte es im Konkreten weiter zu: "Im Fall von Redtube waren offenbar Kriminelle am Werk."
Die Grünen wollen daher einen Gesetzentwurf vorlegen, mit dem die Rechte der Verbraucher deutlich gestärkt würden, so die Ankündigung. In diesem soll es vor allem auch klarere Regelungen hinsichtlich der ausdrücklichen Legalität von Privatkopien geben.
Im parlamentarischen Betrieb dürfte der Entwurf allerdings nicht unbedingt ein Selbstläufer werden. Denn die Grünen sind in der Opposition und haben gegenüber der Großen Koalition, deren Stimmen weit über der Zwei-Drittel-Mehrheit liegen, nicht einmal symbolisches Gewicht. Daher bedarf es zumindest der Einsicht der Regierungsfraktionen, dass etwas geschehen muss, wenn die Initiative zumindest dazu genügen soll, entsprechende Veränderungen anzustoßen.
Das Massenverfahren im Fall RedTube lieferte die Argumente für die angestrebte Gesetzesverschärfung: Ende 2013 überzog die Regensburger Kanzlei Urmann + Collegen schätzungsweise 40.000 Bürger mit Abmahnungen und forderte Schadenersatz für angeblich illegal gestreamte Filme des Porno-Portals RedTube. Gegen Anwalt Thomas Urmann ermittelt die Staatsanwaltschaft Regensburg nun wegen Betrugsverdachts.
Die Grünen wollen daher einen Gesetzentwurf vorlegen, mit dem die Rechte der Verbraucher deutlich gestärkt würden, so die Ankündigung. In diesem soll es vor allem auch klarere Regelungen hinsichtlich der ausdrücklichen Legalität von Privatkopien geben.
Im parlamentarischen Betrieb dürfte der Entwurf allerdings nicht unbedingt ein Selbstläufer werden. Denn die Grünen sind in der Opposition und haben gegenüber der Großen Koalition, deren Stimmen weit über der Zwei-Drittel-Mehrheit liegen, nicht einmal symbolisches Gewicht. Daher bedarf es zumindest der Einsicht der Regierungsfraktionen, dass etwas geschehen muss, wenn die Initiative zumindest dazu genügen soll, entsprechende Veränderungen anzustoßen.
Offenes Ohr bei der Regierung
Dies könnte aber durchaus der Fall sein. Justiz- und Verbraucherschutzminister Heiko Maaß (SPD) sagte zumindest zu, die jetzige gesetzliche Regelung zu Abmahnungen zu "evaluieren".Das Massenverfahren im Fall RedTube lieferte die Argumente für die angestrebte Gesetzesverschärfung: Ende 2013 überzog die Regensburger Kanzlei Urmann + Collegen schätzungsweise 40.000 Bürger mit Abmahnungen und forderte Schadenersatz für angeblich illegal gestreamte Filme des Porno-Portals RedTube. Gegen Anwalt Thomas Urmann ermittelt die Staatsanwaltschaft Regensburg nun wegen Betrugsverdachts.
Thema:
Beliebte Downloads
Neue Nachrichten
Beliebte Nachrichten
Videos
Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
Ich empfehle ...
Meist kommentierte Nachrichten
Forum
-
Google Summer of Code (GSoC) :: neue Features & Funktionalitäten
Ler-Khun - gerade eben -
OpenMediaVault - das intelligente System mit der modularen Architektur
Ler-Khun - vor 2 Minuten -
Wie kann ich die Untertitel einem Video hinzufügen?
MiezMau - Gestern 16:42 Uhr -
DaVinci Resolve 21 Final wurde freigegeben
Ler-Khun - Vorgestern 17:17 Uhr -
Bayerns Digitalministerium bemüht sich um digitale Souveränität
Computer - 05.06. 23:58 Uhr
❤ WinFuture unterstützen
Sie wollen online einkaufen?
Dann nutzen Sie bitte einen der folgenden Links,
um WinFuture zu unterstützen:
Vielen Dank!
Alle Kommentare zu dieser News anzeigen