BSI-Daten: Zufallsfund bei BKA-Trojaner-Fahndung
Hinsichtlich der zahlreichen entwendeten Login-Daten, über die das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) in der letzten Woche informierte, führt die Spur nach Osteuropa.
Dabei könnte es Verbindungen zu einem Fall geben, der die Ermittlungsbehörden schon länger beschäftigt. Nach Informationen, die dem Nachrichtenmagazin Der Spiegel (heutige Ausgabe) vorliegen, stieß die Staatsanwaltschaft im niedersächsischen Verden zufällig im Rahmen eines Ermittlungsverfahrens gegen Hintermänner des sogenannten BKA-Trojaners auf die Sammlung zahlreicher E-Mail-Adressen und der zugehörigen Passwörter.
Beim BKA-Trojaner handelt es sich um eine Erpressungs-Malware, die seit Jahren in unterschiedlichen Varianten arglosen Computer-Nutzern vorgaukelt, ihr Rechner sei wegen illegaler Aktivitäten vom Bundeskriminalamt blockiert worden. Nach Zahlung einer angeblichen Geldstrafe solle er wieder freigeschaltet werden. Um dem Nachdruck zu verleihen, werden entweder der Zugang zum Nutzerkonto gesperrt oder die fraglichen Daten gleich verschlüsselt.
Bei den Ermittlungen seien die auf Internet-Kriminalität spezialisierten Staatsanwälte dann auf die Datenbank mit 16 Millionen E-Mail-Adressen und dazugehörigen Passwörtern gestoßen, hieß es. Da sie auf einem Server im Ausland lägen, seien die Zugriffsmöglichkeiten auf die Täter gering, heißt es bei der Staatsanwaltschaft Verden.
Ein Missbrauch der Daten sei prinzipiell möglich, daher habe man sich entschieden, die Öffentlichkeit zu warnen. Bislang gebe es den Angaben zufolge aber noch keine Hinweise darauf, "dass die Daten schon für kriminelle Aktivitäten genutzt worden sind".
Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) bezeichnete den Datenfund als "bislang größten Einzelvorfall" von Identitätsdiebstahl in Deutschland. Aktuell weiß die Behörde von 30.000 verschiedenen Schadprogrammen, die darauf abzielen, massenhaft personenbezogene Daten aus dem Netz abzugreifen. Im vergangenen Jahr seien im Schnitt monatlich 40.000 digitale Identitäten in Deutschland gestohlen worden.
Beim BKA-Trojaner handelt es sich um eine Erpressungs-Malware, die seit Jahren in unterschiedlichen Varianten arglosen Computer-Nutzern vorgaukelt, ihr Rechner sei wegen illegaler Aktivitäten vom Bundeskriminalamt blockiert worden. Nach Zahlung einer angeblichen Geldstrafe solle er wieder freigeschaltet werden. Um dem Nachdruck zu verleihen, werden entweder der Zugang zum Nutzerkonto gesperrt oder die fraglichen Daten gleich verschlüsselt.
Bei den Ermittlungen seien die auf Internet-Kriminalität spezialisierten Staatsanwälte dann auf die Datenbank mit 16 Millionen E-Mail-Adressen und dazugehörigen Passwörtern gestoßen, hieß es. Da sie auf einem Server im Ausland lägen, seien die Zugriffsmöglichkeiten auf die Täter gering, heißt es bei der Staatsanwaltschaft Verden.
Ein Missbrauch der Daten sei prinzipiell möglich, daher habe man sich entschieden, die Öffentlichkeit zu warnen. Bislang gebe es den Angaben zufolge aber noch keine Hinweise darauf, "dass die Daten schon für kriminelle Aktivitäten genutzt worden sind".
Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) bezeichnete den Datenfund als "bislang größten Einzelvorfall" von Identitätsdiebstahl in Deutschland. Aktuell weiß die Behörde von 30.000 verschiedenen Schadprogrammen, die darauf abzielen, massenhaft personenbezogene Daten aus dem Netz abzugreifen. Im vergangenen Jahr seien im Schnitt monatlich 40.000 digitale Identitäten in Deutschland gestohlen worden.
Thema:
Christian KahleRedakteur für Forschung, Energie und Raumfahrt
Begleitet die IT-Branche seit dem Dotcom-Boom, Informatik studierte er in Berlin. Sein Spektrum reicht von Quantencomputern über Solarstrom bis zur Raumfahrt.
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