Anonymisierung: Tor soll Internet-Standard werden
Die Anonymisierungs-Technologie Tor könnte in Zukunft zu einem Internet-Standard und in zahlreiche Netzwerk-Systeme integriert werden. Dies streben zumindest die wichtigsten Baumeister des Netzes an.
Unter dem Eindruck des aktuellen Überwachungs-Skandals hat man bei der Internet Engineering Task Force (IETF) bereits Initiativen in die Wege geleitet, die Nutzung von Verschlüsselungs-Technologien im Netz voranzutreiben. Als zweiten großen Schritt zur Verbesserung des Datenschutzes soll dann auch eine standardmäßige Anonymisierung hinzukommen, berichtet das Magazin Technology Review.
Die IETF will sich nun mit den Tor-Entwicklern zusammensetzen und die Standardisierung der Technologie auf den Weg bringen. Ist dieser Weg erfolgreich, soll der Anonymisierungs-Dienst direkt in Geräte wie Router und in verschiedene Anwendungen implementiert werden. Dies würde es auch ohne die Einrichtung der Software ermöglichen, anonymisiert im Internet zu kommunizieren.
Im ersten Moment dürfte man annehmen, dass die Tor-Entwickler sich geehrt fühlen, dass ihre Technologie auf diese Weise geadelt werden soll. Doch der Projektleiter Andrew Lewman verfällt erst einmal nicht in Euphorie. Derzeit prüfe man, ob man sich überhaupt mit der IETF zusammensetzen will. Denn deren Vorschlag sei zwar durchaus eine beachtliche Anerkennung der Arbeit seines Teams, doch es berge auch Risiken, sich auf ein entsprechendes Projekt einzulassen.
Zuerst einmal wäre man wohl in einer Situation, dass man alle bisher getroffenen Entscheidungen noch einmal in deutlich größerem Umfang erläutern und diskutieren müsste. Viel schwerwiegender sind allerdings Lewmans Bedenken, dass die Technologie in ihrem Kern geschwächt werden könnte, wenn alle möglichen Unternehmen eigene Tor-Implementierungen vornehmen und vielleicht noch eigene Änderungen einbringen.
Abgesehen von allen denkbaren Problemen hinsichtlich der Performance und juristischer Fragen dürfte es auch noch einige andere Gründe geben, die dagegen sprechen, Tor in großem Umfang zu nutzen. So ist es bereits jetzt wichtig, mit der Technologie verantwortungsvoll umzugehen und beispielsweise nicht alles über den Anonymisierungs-Dienst laufen zu lassen. Denn dies erhöht das Risiko aufgrund bestimmter Muster identifiziert zu werden - etwa wenn sich ein Rechner regelmäßig bei einer bestimmten Auswahl an Mail- und Web-Servern meldet.
Die IETF will sich nun mit den Tor-Entwicklern zusammensetzen und die Standardisierung der Technologie auf den Weg bringen. Ist dieser Weg erfolgreich, soll der Anonymisierungs-Dienst direkt in Geräte wie Router und in verschiedene Anwendungen implementiert werden. Dies würde es auch ohne die Einrichtung der Software ermöglichen, anonymisiert im Internet zu kommunizieren.
Im ersten Moment dürfte man annehmen, dass die Tor-Entwickler sich geehrt fühlen, dass ihre Technologie auf diese Weise geadelt werden soll. Doch der Projektleiter Andrew Lewman verfällt erst einmal nicht in Euphorie. Derzeit prüfe man, ob man sich überhaupt mit der IETF zusammensetzen will. Denn deren Vorschlag sei zwar durchaus eine beachtliche Anerkennung der Arbeit seines Teams, doch es berge auch Risiken, sich auf ein entsprechendes Projekt einzulassen.
Zuerst einmal wäre man wohl in einer Situation, dass man alle bisher getroffenen Entscheidungen noch einmal in deutlich größerem Umfang erläutern und diskutieren müsste. Viel schwerwiegender sind allerdings Lewmans Bedenken, dass die Technologie in ihrem Kern geschwächt werden könnte, wenn alle möglichen Unternehmen eigene Tor-Implementierungen vornehmen und vielleicht noch eigene Änderungen einbringen.
Abgesehen von allen denkbaren Problemen hinsichtlich der Performance und juristischer Fragen dürfte es auch noch einige andere Gründe geben, die dagegen sprechen, Tor in großem Umfang zu nutzen. So ist es bereits jetzt wichtig, mit der Technologie verantwortungsvoll umzugehen und beispielsweise nicht alles über den Anonymisierungs-Dienst laufen zu lassen. Denn dies erhöht das Risiko aufgrund bestimmter Muster identifiziert zu werden - etwa wenn sich ein Rechner regelmäßig bei einer bestimmten Auswahl an Mail- und Web-Servern meldet.
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Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
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