iOS 9 macht jetzt eine systemweite Tor-Anonymisierung möglich
Verschiedene Änderungen an Apples Mobile-Betriebssystem iOS, die mit der Version 9 eingeführt wurden, machen es nun möglich, den Datenverkehr von iPhones und iPads komplett durch das Tor-Netzwerk zu routen. Entsprechende Anwendungen sind bereits in der Entwicklung.
Bisher war die Verwendung des wohl bekanntesten Anonymisierungs-Netzwerkes auf Apple-Geräten nur recht eingeschränkt möglich. So gibt es bereits seit einiger Zeit den Onion Browser, der zumindest den Zugriff auf das Web via Tor möglich macht. Angesichts dessen, dass viele Anwendungen aber über eigene Apps auf den Smartphones und Tablets präsent sind, ist diese Situation wenig zufriedenstellend.
Die Neuerungen in iOS 9 ermöglichen es den Entwicklern nun aber, deutlich weiterzugehen. "Man kann das ganze Gerät in ein Virtual Private Network hängen, und das kann ein Tor-basiertes VPN sein", erklärte Nathan Freitas, Tor-Entwickler und Leiter des Guardian-Projektes, gegenüber dem Magazin DailyDot. Dadurch könne man nun prinzipiell auch für iOS eine App entwickeln, die ähnlich funktioniert, wie Orbot unter Android.
Dies bedeutet, dass die Bereitstellung von Verbindungen über das Anonymisierungs-Netz nicht mehr auf einzelne Anwendungen beschränkt ist, in die die Entwickler eine solche Anbindung implementiert haben. Stattdessen kann nun eine Tor-App auf dem Mobilgerät laufen, die sich komplett zwischen alle anderen Anwendungen und die Netzwerkschnittstellen hängt und so dafür sorgt, dass der gesamte Traffic durch das Netzwerk geleitet wird.
Bis entsprechende Anwendungen tatsächlich verfügbar sind, wird aber noch etwas Zeit vergehen. "Da sind einige Sachen in Arbeit", so Freitas. Man habe aber gerade erst angefangen, sich damit zu beschäftigen und über die Umsetzung nachzudenken. "Bei Tor ist man sich aber darüber bewusst, dass man all die iOS 9-Nutzer in der Welt nicht ignorieren kann." Einen konkreten Zeitrahmen bis zur Bereitstellung entsprechender Apps gibt es derzeit aber noch nicht.
Download Tor Browser Download TorChat - Anonymer Instant-Messenger
Die Neuerungen in iOS 9 ermöglichen es den Entwicklern nun aber, deutlich weiterzugehen. "Man kann das ganze Gerät in ein Virtual Private Network hängen, und das kann ein Tor-basiertes VPN sein", erklärte Nathan Freitas, Tor-Entwickler und Leiter des Guardian-Projektes, gegenüber dem Magazin DailyDot. Dadurch könne man nun prinzipiell auch für iOS eine App entwickeln, die ähnlich funktioniert, wie Orbot unter Android.
Dies bedeutet, dass die Bereitstellung von Verbindungen über das Anonymisierungs-Netz nicht mehr auf einzelne Anwendungen beschränkt ist, in die die Entwickler eine solche Anbindung implementiert haben. Stattdessen kann nun eine Tor-App auf dem Mobilgerät laufen, die sich komplett zwischen alle anderen Anwendungen und die Netzwerkschnittstellen hängt und so dafür sorgt, dass der gesamte Traffic durch das Netzwerk geleitet wird.
Bis entsprechende Anwendungen tatsächlich verfügbar sind, wird aber noch etwas Zeit vergehen. "Da sind einige Sachen in Arbeit", so Freitas. Man habe aber gerade erst angefangen, sich damit zu beschäftigen und über die Umsetzung nachzudenken. "Bei Tor ist man sich aber darüber bewusst, dass man all die iOS 9-Nutzer in der Welt nicht ignorieren kann." Einen konkreten Zeitrahmen bis zur Bereitstellung entsprechender Apps gibt es derzeit aber noch nicht.
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Christian KahleRedakteur für Forschung, Energie und Raumfahrt
Begleitet die IT-Branche seit dem Dotcom-Boom, Informatik studierte er in Berlin. Sein Spektrum reicht von Quantencomputern über Solarstrom bis zur Raumfahrt.
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