MTV? - Musikfernsehen wird heute selbst gemacht
Musiksender wie MTV waren lange Zeit der wichtigste Verbreitungsweg für Musikvideos. Heute zeigen sie diese allerdings kaum noch und haben umgesattelt - denn das Netz hat ihr früheres Geschäftsmodell gekapert.
Kaum jemand würde sich heute noch vor den Fernseher setzen und darauf hoffen, dass bald wieder ein Clip läuft, der von Interesse ist. Statt dessen wird gleich auf die bequeme Auswahl im Internet zurückgegriffen. Mehr als jeder zweite Anwender ruft zumindest hin und wieder online Musikvideos ab, wie eine aktuelle Untersuchung durch den IT-Branchenverband BITKOM ergab.
Vor allem bei den jüngeren Anwendern sind die Clips beliebt: 85 Prozent der 14- bis 29-Jährigen greifen auf entsprechende Angebote zurück. Bei den 30- bis 49-Jährigen ist es rund jeder Zweite (51 Prozent), bei den 50- bis 64-jährigen immerhin jeder Dritte (34 Prozent).
Anfang der 80er Jahre startete mit MTV der erste TV-Sender für Musikvideos in den USA. Etwa zehn Jahre später kam das Musikfernsehen in Deutschland an und erfreute sich recht lange Zeit großer Beliebtheit. Anstelle von Musikvideos zeigen die Fernsehsender heute aber vor allem Reality-TV-Shows und Jugendserien, was angesichts der genannten Zahlen nicht verwunderlich ist.
Die größte Quelle für Musik-Clips ist im Netz ganz klar Googles Video-Plattform YouTube. Aber auch spezialisierte Dienste für Musik-Clips, etwa QTom oder Tape.tv erfreuen sich einiger Beliebtheit. Immerhin können dort nicht nur einzelne Videos abgerufen und in Playlists gespeichert werden, einige Dienste bieten auch Videokanäle zu bestimmten Genres oder Aufzeichnungen von Konzerten und Festivals.
Die meisten Online-Dienste für Musikvideos können inzwischen per App auf Smartphones und Tablets genutzt werden. Zudem lassen sich die Musik-Clips auf dem Fernseher schauen. Dafür gibt es von den Diensten Anwendungen, die sich auf Smart-TVs, internetfähigen Blu-ray-Playern und Set-top-Boxen oder Spielkonsolen nutzen lassen. "Die Online-Dienste für Musikclips bieten klare Vorteile gegenüber dem klassischen Musikfernsehen. Sie lassen sich dem eigenen Geschmack anpassen und sind auf allen Geräten jederzeit verfügbar", sagte Timm Hoffmann, Audio-Experte beim BITKOM. Damit seien sie ein gutes Beispiel für den allgemeinen Trend zu internetbasierten Video-Diensten.
Vor allem bei den jüngeren Anwendern sind die Clips beliebt: 85 Prozent der 14- bis 29-Jährigen greifen auf entsprechende Angebote zurück. Bei den 30- bis 49-Jährigen ist es rund jeder Zweite (51 Prozent), bei den 50- bis 64-jährigen immerhin jeder Dritte (34 Prozent).
Anfang der 80er Jahre startete mit MTV der erste TV-Sender für Musikvideos in den USA. Etwa zehn Jahre später kam das Musikfernsehen in Deutschland an und erfreute sich recht lange Zeit großer Beliebtheit. Anstelle von Musikvideos zeigen die Fernsehsender heute aber vor allem Reality-TV-Shows und Jugendserien, was angesichts der genannten Zahlen nicht verwunderlich ist.
Die größte Quelle für Musik-Clips ist im Netz ganz klar Googles Video-Plattform YouTube. Aber auch spezialisierte Dienste für Musik-Clips, etwa QTom oder Tape.tv erfreuen sich einiger Beliebtheit. Immerhin können dort nicht nur einzelne Videos abgerufen und in Playlists gespeichert werden, einige Dienste bieten auch Videokanäle zu bestimmten Genres oder Aufzeichnungen von Konzerten und Festivals.
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Christian Kahle
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