C wie Zukunft: Neue Hinweise auf ein Billig-iPhone

Ein neues Foto aus China hat den Spekulationen um die zukünftige Entwicklung von Apples iPhones neue Nahrung gegeben. Denn dieses weicht vom bisherigen Namens-Schema ab. Auf dem Bild sind Plastikschalen zu sehen, die als Verpackung für ein Smartphone dienen könnten. Auf ihnen prangt der Schriftzug "iPhone 5C". Sollte das Bild, das auf der chinesischen Webseite WeiPhone auftauchte keine Fälschung sein, könnte sich hier tatsächlich eine Verbreiterung von Apples Produktpalette in dem Bereich andeuten. iPhone 5C-VerpackungFoto von WeiPhone Bisher folgte den letzten Major-Updates des iPhones jeweils eine Produkt-Aktualisierung, bei der ein "S" an den Namen angehängt wurde. Der Buchstabe stand für "Speed" und sollte nahelegen, dass das neue Modell vor allem mit einem schnelleren Prozessor ausgestattet wurde, während die übrigen Features meist nur minimal an aktuelle Entwicklungen angepasst wurden.

Für das "C" gibt es nun verschiedene Erklärungsversuche, die aber alle darauf hinauslaufen, dass Apple ein zweites, kleineres iPhone anbieten will, wie es bereits mehrfach vermutet wurde. So könnte das C schlicht für Compact stehen. Oder auch für Color, was dem Schema der iPod-Reihe entsprechen würde, bei der die kleineren Modelle für den Massenmarkt in vielen Farben zu haben waren. Für ein preiswerteres iPhone spricht auch ein Bericht von China Labour Watch: Die Organisation, die aktuell Arbeitsbedingungen beim Auftragshersteller Pegatron anprangert, spricht davon, dass in den Werken des Unternehmens neben den bekannten Modellen auch billige Plastik-iPhones hergestellt werden.

Mit einem billigeren Gerät könnte der Hersteller Zielgruppen erreichen, die ihm mit dem klassischen High End-iPhone bisher verschlossen blieben, da ihnen die Kaufkraft fehlte. Hier bot das Unternehmen bisher zwar Modelle der Vorgänger-Generation zu einem günstigeren Preis an, doch ein technisch abgespecktes, dafür aber aktuelles Produkt dürfte psychologisch deutlich einfacher zu verkaufen sein.

Und was den Einstiegspreis angeht, muss Apple durchaus langsam reagieren. Denn der klassische Markt in den westlichen Industriestaaten ist inzwischen weitgehend erschlossen und große Wachstumspotenziale offenbaren sich vor allem in Regionen wie China und Indien. Die geringere Finanzkraft der Verbraucher sorgt hier aber für Vorteile für Konkurrenten wie Samsung, die auch preiswertere Smartphones anbieten.
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