Guantanamo geht aus Angst vor Anonymous offline
Das US-Militär hat etwas nervös auf einen Aufruf zu Protesten gegen die Behandlung von Gefangenen im berüchtigten Militär-Gefängnis von Guantanamo durch Anhänger des Online-Kollektivs Anonymous reagiert.
Derzeit befinden sich 103 der 166 Insassen in einem Hungerstreik. Sie wollen dadurch für eine Verbesserung ihrer Haftbedingungen und gegen die Ungewissheit einer langen Inhaftierung ohne Gerichtsverhandlung kämpfen. Anlässlich des hundertsten Tages, den der Hungerstreik inzwischen andauert, gab es Aufrufe zur Unterstützung für diesen Kampf.
Beim US-Militär befürchtete man nun, dass ausgehend von Anonymous-Aktivisten Angriffe auf die IT-Systeme des Stützpunktes geführt werden. Deshalb wurden alle drahtlosen Internet-Verbindungen in dem Militärlager abgeschaltet. Außerdem blockierten die Verantwortlichen die Zugänge zu einer ganzen Reihe von Social Networks, um eventuelle Social Engineering-Attacken zu erschweren, berichtet die US-Nachrichtenagentur 'Associated Press'.
Der Hungerstreik hatte in der letzten Zeit in den sozialen Netzen erneut viel Aufmerksamkeit auf Guantanamo gelenkt. Menschenrechtsgruppen haben erneut die Schließung des umstrittenen Lagers gefordert, was US-Präsident Barack Obama eigentlich schon in seinem ersten Wahlkampf versprochen hatte.
Das erneute Interesse dürfte den Zuständigen beim US-Militär und in der US-Regierung nicht gerade angenehm sein. Denn mit dem Lager, in das mutmaßliche Terroristen eingeliefert werden, wird bewusst gegen zahlreiche rechtsstaatliche Prinzipien und die Menschenrechte verstoßen.
So erhalten die Insassen keinen ordentlichen Prozess vor Gericht, in dem ihre möglichen Taten bewertet werden könnten. Das führte bereits dazu, dass mehrere Menschen unschuldig über Jahre festgehalten wurden, nur weil sie einen Verdacht auf sich gelenkt hatten. Aber auch Berichte über Folterungen hatte es in der Vergangenheit immer wieder gegeben.
Beim US-Militär befürchtete man nun, dass ausgehend von Anonymous-Aktivisten Angriffe auf die IT-Systeme des Stützpunktes geführt werden. Deshalb wurden alle drahtlosen Internet-Verbindungen in dem Militärlager abgeschaltet. Außerdem blockierten die Verantwortlichen die Zugänge zu einer ganzen Reihe von Social Networks, um eventuelle Social Engineering-Attacken zu erschweren, berichtet die US-Nachrichtenagentur 'Associated Press'.
Der Hungerstreik hatte in der letzten Zeit in den sozialen Netzen erneut viel Aufmerksamkeit auf Guantanamo gelenkt. Menschenrechtsgruppen haben erneut die Schließung des umstrittenen Lagers gefordert, was US-Präsident Barack Obama eigentlich schon in seinem ersten Wahlkampf versprochen hatte.
Das erneute Interesse dürfte den Zuständigen beim US-Militär und in der US-Regierung nicht gerade angenehm sein. Denn mit dem Lager, in das mutmaßliche Terroristen eingeliefert werden, wird bewusst gegen zahlreiche rechtsstaatliche Prinzipien und die Menschenrechte verstoßen.
So erhalten die Insassen keinen ordentlichen Prozess vor Gericht, in dem ihre möglichen Taten bewertet werden könnten. Das führte bereits dazu, dass mehrere Menschen unschuldig über Jahre festgehalten wurden, nur weil sie einen Verdacht auf sich gelenkt hatten. Aber auch Berichte über Folterungen hatte es in der Vergangenheit immer wieder gegeben.
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Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
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