Apple: Rekordanleihen von 17 Milliarden Dollar
Apple hat Anleihen im Höhe von 17 Milliarden US-Dollar auf einen Streich platzieren können - und damit für US-Unternehmen einen neuen Rekord aufgestellt, melden amerikanische Medien.
Der spektakuläre Deal diene dazu, bereits angekündigte Dividenden an Aktienbesitzer auszuzahlen, schreibt die Nachrichtenagentur Associated Press (AP). Zwar verfüge Apple über Reserven in Höhe von 145 Milliarden US-Dollar. Die wolle der Konzern aber möglichst nicht anzapfen, da das Geld überwiegend im Ausland platziert sei und bei einer Rückführung in die USA Steuern anfallen würden.
Für Apple ist es also anscheinend finanziell attraktiver, Geld zu borgen als sein kompliziertes System von Steuervermeidung durch internationale Transaktionen in Frage zu stellen. Der im Oktober 2011 verstorbene Apple-Mitgründer Steve Jobs war dafür bekannt, nichts von Schulden zu halten. Ihm war es auch gelungen, nach 1996 den angeschlagenen Konzern wieder auf Kurs zu bringen und schuldenfrei zu machen. Jobs-Nachfolger Tim Cook ändert die Strategie mit den als "iBonds"-bezeichneten Anleihen nun.
Apple platzierte sechs verschiedene Arten von Anleihen mit Laufzeiten zwischen drei und dreißig Jahren. Die Angebote seien doppelt überzeichnet gewesen, meldet AP unter Berufung auf das Wall Street Journal. Die Zinssätze lagen demnach zwischen 0,511 Prozent bei den Drei-Jahres-Anleihen und 3,833 bei den auf 30 Jahre angelegten Schuldscheinen. Apple selbst hat die Ergebnisse der Auktion noch nicht veröffentlicht.
Ziel der Aktion ist es auch, der Apple-Aktie frischen Schwung zu verleihen. Trotz solider Quartalsergebnisse ist sie von früheren Höchstständen derzeit weit entfernt und stagniert aktuell bei etwa 440 Dollar. Investoren bemängeln, dass der IT-Riese momentan keine wirklich innovativen Produkte vorstelle und warten gespannt darauf, ob Projekte wie eine Smartwatch namens iWatch und Apple-eigene Fernseher (iTV) tatsächlich Wirklichkeit werden.
Für Apple ist es also anscheinend finanziell attraktiver, Geld zu borgen als sein kompliziertes System von Steuervermeidung durch internationale Transaktionen in Frage zu stellen. Der im Oktober 2011 verstorbene Apple-Mitgründer Steve Jobs war dafür bekannt, nichts von Schulden zu halten. Ihm war es auch gelungen, nach 1996 den angeschlagenen Konzern wieder auf Kurs zu bringen und schuldenfrei zu machen. Jobs-Nachfolger Tim Cook ändert die Strategie mit den als "iBonds"-bezeichneten Anleihen nun.
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