Steinbrück-Blog: Zweifel an angeblicher Attacke
Die Unterstützerseite für SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück, "PeerBlog" genannt, musste offenbar nicht, wie von den Betreibern vermeldet, wegen Hacker-Angriffen vom Netz gehen.
"Wir haben Alarmsysteme im Einsatz, die auffälligen Datenverkehr melden, aber wir haben keine Auffälligkeiten festgestellt", sagte der Sprecher des Webhosters Strato, Lars Gurow, gegenüber dem Nachrichtenmagazin 'Focus'. Auf einem Server bei dem Unternehmen lag die Seite Peerblog.de.
Außerdem verfüge sein Unternehmen über Mittel, um eine attackierte Seite im Netz zu halten. Das Abwehren von Attacken gehöre zum Tagesgeschäft, so Gurow weiter. Strato sei jedoch nicht um Hilfe gebeten worden. Vieles deutet laut dem Magazin zufolge darauf hin, dass der angebliche Hacker-Angriff einen willkommenen Anlass bot, um das Projekt wieder zu beenden. Aus dem Willy-Brandt-Haus soll es starken Druck gegeben haben, die Seite aufzugeben.
Die Betreiber um den früheren Focus-Redakteur Karl-Heinz Steinkühler hatten zunächst beklagt, ihre Plattform sei "brachial zerstört" worden. Sie kündigten an, juristische Schritte zu prüfen. Auf Anfrage räumte Steinkühler ein, er habe allerdings bisher keine Strafanzeige gestellt.
Hintergrund der Wirrungen sind offenbar unangenehme Nachfragen. Kritiker von PeerBlog hatten gefordert, die bislang anonymen Financiers der Webseite zu nennen. Der Bundestag prüft aktuell die Rechtmäßigkeit der Seite im Sinne des Parteiengesetzes. Dabei untersucht er auch, ob Steinbrück den geldwerten Vorteil eines Wahlkampfblogs als Spende veröffentlichen muss.
Außerdem verfüge sein Unternehmen über Mittel, um eine attackierte Seite im Netz zu halten. Das Abwehren von Attacken gehöre zum Tagesgeschäft, so Gurow weiter. Strato sei jedoch nicht um Hilfe gebeten worden. Vieles deutet laut dem Magazin zufolge darauf hin, dass der angebliche Hacker-Angriff einen willkommenen Anlass bot, um das Projekt wieder zu beenden. Aus dem Willy-Brandt-Haus soll es starken Druck gegeben haben, die Seite aufzugeben.
Die Betreiber um den früheren Focus-Redakteur Karl-Heinz Steinkühler hatten zunächst beklagt, ihre Plattform sei "brachial zerstört" worden. Sie kündigten an, juristische Schritte zu prüfen. Auf Anfrage räumte Steinkühler ein, er habe allerdings bisher keine Strafanzeige gestellt.
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Christian Kahle
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