IT-Fachkräfte wollen gar nicht nach Deutschland

Die deutlichen Erleichterungen im Einwanderungsgesetz, mit denen die Bundesregierung der deutschen Wirtschaft die angeblich fehlenden Fachkräfte im Ausland beschaffen wollte, erweisen sich als Flop. Insbesondere auch auf Drängen der IT-Branche wurden im frühen Sommer die bestehenden Regelungen noch einmal deutlich gelockert und die so genannte "Blue Card" eingeführt. Hochschulabgänger von außerhalb Europas sollen demnach nach Deutschland kommen können, wenn sie einen Arbeitsvertrag mit mindestens 44.800 Euro Jahresgehalt vorlegen können. In Branchen mit ausgewiesenem Fachkräftemangel wurde die Marke bei 35.000 Euro festgesetzt.

Verbunden wurde dies mit einer Kampagne, die Deutschland den Fachkräften aus Übersee mit schönen Landschaften und Lebensfreude schmackhaft machen sollte. Wie die Zeitung 'Die Welt' nun unter Berufung auf die Stiftungen für Integration und Migration (SVR) berichtete, wurden binnen der ersten zwei Monate nach der Einführung aber nur 139 Blue Cards vergeben.

Davon seien allein 112 an Einwanderer gegangen, die auf Grundlage anderer Regelungen bereits in Deutschland lebten und nur in den attraktiveren Status wechselten. In ganzen zwei Monaten gelang es mit der Kampagne und der Gesetzesänderung also gerade einmal 27 zusätzliche Fachkräfte von außerhalb Europas anzuwerben.

"Der Massenansturm von Fachkräften bleibt aus", resümierte Gunilla Fincke, Geschäftsführerin des Sachverständigenrates der SVR, die Entwicklung. Und das Problem ist zu einem guten Teil hausgemacht. Jahrzehnte lang habe Deutschland sich möglichst weitgehend abgeschottet, wodurch im Ausland der Ruf entstand, Einwanderer seien im Grunde nicht willkommen. Hinzu komme aber auch die sprachliche Barriere, die im englischsprachigen Raum so kaum vorhanden ist.

Der Fachkräftemangel wird insbesondere von der deutschen IT-Branche immer wieder als stärkstes Hemmnis für die internationale Konkurrenzfähigkeit beschrieben. Allerdings sorgen die Unternehmen selbst auch in einem viel zu geringen Umfang dafür, dass einerseits selbst ausreichend Nachwuchs herangezogen wird und andererseits die Arbeitsplätze auch im Wettbewerb mit beispielsweise US-Unternehmen besonders attraktiv sind. Entwickler, Programmierer, Fachkräftemangel Entwickler, Programmierer, Fachkräftemangel mac.net.ua
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