Firefox OS als freie Alternative zu iOS & Co? (Bilder)
Die Entwickler des freien Browsers Firefox wollen ab Anfang 2013 ihr neues mobiles Betriebssystem Firefox OS in ausgewählten Märkten anbieten. Zunächst soll es auf Geräten von ZTE und TCL in Brasilien eingeführt werden, die über die Telefonica-Tochter Vivio angeboten werden.
Mozilla will mit Firefox OS, das bisher unter dem Namen "Boot 2 Gecko" entwickelt wurde, aber andere Wege gehen als die Konkurrenz. Sämtliche Anwendungen und fast alle Teile des Betriebssystems selbst werden dabei auf Basis von Webstandards umgesetzt und in HTML5 mit der vom Firefox-Browser bekannten Gecko-Engine dargestellt.
Im Interview mit der französischen Website 'Silicon.fr' hat sich Tristan Nitot, Chef von Mozilla Europe, zuversichtlich geäußert, was den Erfolg des neuen mobilen Betriebssystems angeht. Außerdem wurden zahlreiche Screenshots veröffentlicht, die Firefox OS in einer frühen Vorabversion zeigen. Hinzu kommt die Möglichkeit, das Betriebssystem auf einem Desktop-PC anzutesten.
Firefox OS
Nitot zufolge soll das Firefox-Betriebssystem eine Alternative zu dem geschlossenen Ökosystem von Apple rund um iOS und Googles "immer weniger offenem" Android werden. Es gehe darum, mehr "Offenheit" in den Smartphone-Markt zu bringen und letztlich das gesamte Internet auf mobilen Endgeräten verfügbar zu machen, sagte er weiter.
Was die Aussichten auf eine Einführung von Firefox OS in Europa betrifft, sprach Nitot davon, dass das Projekt von französischen Netzbetreibern interessiert beobachtet werde. Zunächst wolle man aber eine erste Serie günstiger Smartphones mit dem neuen Betriebssystem in Brasilien und anderen lateinamerikanischen Ländern einführen. Die Deutsche Telekom hat dem Vorhaben bereits ihre Unterstützung zugesichert.
Bei Smartphones spielt der Verfügbarkeit von Apps eine wichtige Rolle, um im Markt erfolgreich sein zu können. Auch hier sieht Nitot gute Chancen, denn dank der Verwendung von HTML5 und anderen Webstandards sei die Arbeit an Apps für Firefox OS sehr einfach und für eine Vielzahl von Entwicklern möglich.
Der Vertrieb der Apps soll über den Firefox Marketplace erfolgen, über den schon jetzt die zahllosen Add-Ons für Firefox angeboten werden. Zusätzlich sollen sich Apps auch direkt von einer beliebigen Website aus installieren lassen, ohne den Marketplace nutzen zu müssen. Die Apps können kostenlos eingereicht werden und es wird wohl mehrere App Stores geben, so Nitot.
Bei der Schaffung der ersten Apps setzen Nitot und seine Mitstreiter auf die zahlreichen Entwickler, die bereits Add-Ons für Firefox anbieten. Mit dem Verzicht auf XUL und der Nutzung von HTML5 & Co will man außerdem hunderttausende Web-Entwickler ansprechen. Um für Firefox OS zu entwickeln, sei es so unnötig, die von Apple und Google für ihre Systeme verwendeten Programmiersprachen zu erlernen.
Stattdessen müsse eine bestehende Website im Grunde einfach nur für die kleineren Smartphone-Displays angepasst werden. Im Anschluss könnten dann Hardware-Features wie GPS, Touchscreen und Sensoren angezapft werden, um neue Nutzungsmöglichkeiten zu erschließen. Schon jetzt würden 75 Prozent aller Apps in HTML5 entwickelt und lediglich mit einem "Overlay" an die Plattformen wie iOS und Android angepasst.
In Sachen Finanzierung hat man bei Mozilla im Gegensatz zu vielen anderen Details noch keine konkreten Pläne. So sollen die Apps für das neue Firefox OS Nitot zufolge kostenlos sein. Man habe genügend finanzielle Reserven aus den Einnahmen aus dem Firefox-Browser geschaffen, weshalb man sich über Kostenfragen derzeit noch keine Gedanken machen müsse, sagte er.
Es gehe bei Firefox OS nicht um Zahlen. Stattdessen handele es sich um ein strategisches Projekt von Mozilla und man hoffe, eine glaubwürdige Alternative im Markt zu schaffen und Offenheit an den nötigen Stellen wieder einführen zu können. Firefox OS kann unterdessen nach Angaben eines Entwicklers erstmals auch auf dem Desktop ausprobiert werden.
Im Interview mit der französischen Website 'Silicon.fr' hat sich Tristan Nitot, Chef von Mozilla Europe, zuversichtlich geäußert, was den Erfolg des neuen mobilen Betriebssystems angeht. Außerdem wurden zahlreiche Screenshots veröffentlicht, die Firefox OS in einer frühen Vorabversion zeigen. Hinzu kommt die Möglichkeit, das Betriebssystem auf einem Desktop-PC anzutesten.
Firefox OS
Nitot zufolge soll das Firefox-Betriebssystem eine Alternative zu dem geschlossenen Ökosystem von Apple rund um iOS und Googles "immer weniger offenem" Android werden. Es gehe darum, mehr "Offenheit" in den Smartphone-Markt zu bringen und letztlich das gesamte Internet auf mobilen Endgeräten verfügbar zu machen, sagte er weiter.
Was die Aussichten auf eine Einführung von Firefox OS in Europa betrifft, sprach Nitot davon, dass das Projekt von französischen Netzbetreibern interessiert beobachtet werde. Zunächst wolle man aber eine erste Serie günstiger Smartphones mit dem neuen Betriebssystem in Brasilien und anderen lateinamerikanischen Ländern einführen. Die Deutsche Telekom hat dem Vorhaben bereits ihre Unterstützung zugesichert.
Bei Smartphones spielt der Verfügbarkeit von Apps eine wichtige Rolle, um im Markt erfolgreich sein zu können. Auch hier sieht Nitot gute Chancen, denn dank der Verwendung von HTML5 und anderen Webstandards sei die Arbeit an Apps für Firefox OS sehr einfach und für eine Vielzahl von Entwicklern möglich.
Der Vertrieb der Apps soll über den Firefox Marketplace erfolgen, über den schon jetzt die zahllosen Add-Ons für Firefox angeboten werden. Zusätzlich sollen sich Apps auch direkt von einer beliebigen Website aus installieren lassen, ohne den Marketplace nutzen zu müssen. Die Apps können kostenlos eingereicht werden und es wird wohl mehrere App Stores geben, so Nitot.
Bei der Schaffung der ersten Apps setzen Nitot und seine Mitstreiter auf die zahlreichen Entwickler, die bereits Add-Ons für Firefox anbieten. Mit dem Verzicht auf XUL und der Nutzung von HTML5 & Co will man außerdem hunderttausende Web-Entwickler ansprechen. Um für Firefox OS zu entwickeln, sei es so unnötig, die von Apple und Google für ihre Systeme verwendeten Programmiersprachen zu erlernen.
Stattdessen müsse eine bestehende Website im Grunde einfach nur für die kleineren Smartphone-Displays angepasst werden. Im Anschluss könnten dann Hardware-Features wie GPS, Touchscreen und Sensoren angezapft werden, um neue Nutzungsmöglichkeiten zu erschließen. Schon jetzt würden 75 Prozent aller Apps in HTML5 entwickelt und lediglich mit einem "Overlay" an die Plattformen wie iOS und Android angepasst.
In Sachen Finanzierung hat man bei Mozilla im Gegensatz zu vielen anderen Details noch keine konkreten Pläne. So sollen die Apps für das neue Firefox OS Nitot zufolge kostenlos sein. Man habe genügend finanzielle Reserven aus den Einnahmen aus dem Firefox-Browser geschaffen, weshalb man sich über Kostenfragen derzeit noch keine Gedanken machen müsse, sagte er.
Es gehe bei Firefox OS nicht um Zahlen. Stattdessen handele es sich um ein strategisches Projekt von Mozilla und man hoffe, eine glaubwürdige Alternative im Markt zu schaffen und Offenheit an den nötigen Stellen wieder einführen zu können. Firefox OS kann unterdessen nach Angaben eines Entwicklers erstmals auch auf dem Desktop ausprobiert werden.
Thema:
Roland QuandtRedakteur für Smartphones & Leaks
Seine Vorabberichte zu neuen Smartphones greifen Tech-Medien in aller Welt auf. Schwerpunkte: Samsung Galaxy, Google Pixel, Prozessoren und Windows.
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