Viagra-Welle drückt Spam-Aufkommen nach oben

In den letzten 14 Tagen war einen starker Anstieg bei Spam-Mails und damit verbunden eine Erhöhung des Spam-Anteils am gesamten E-Mail-Verkehr zu beobachten. In der Spitze waren dabei fast 90 Prozent Spam-Anteil zu verzeichnen, teilte das Security-Unternehmen Eleven mit.
Spam, Lebensmittel, Dosenfleisch
Freezelight / Flickr
Die Hauptursache für den starken Anstieg war eine regelrechte Flut an Werbenachrichten für potenzsteigernde Medikamente. Überraschenderweise kamen diese Viagra-Spam-E-Mails aus Saudi-Arabien, einem Land, das bisher nicht durch starken Spam-Versand aufgefallen war. Auch der Aufbau der E-Mails war neu. Eine einzige Textzeile enthielt einen Link auf die Zielseite, der Rest der E-Mails bestand aus einem Random-Text.

Am gestrigen Montag wurde das Ausbleiben des Viagra-Spams registriert. Die Spam-Landschaft wurde wieder von unseriösen Jobangeboten und gefälschten Luxuswaren dominiert. Die Lage änderte sich erst am Abend, als neue Viagra-Spam-Wellen auftauchten. Sie setzten nun mit geändertem Design darauf, Spam-Filter zu passieren, die das Muster der letzten Tage zur Spam-Filterung nutzten.

Zum Einsatz kommt nun die Vorlage eines Newsletters. In der Betreffzeile wird er auch als solcher bezeichnet. Er enthält jedoch keinen Text, sondern nur den Verweis auf die Online-Version des Newsletters, für den Fall, dass der Empfänger ihn nicht lesen kann. Die Spammer setzen also auf die Alltäglichkeit von Newslettern, verbunden mit der Neugier der Empfänger. Der Link führt auf eine Viagra-Webseite und damit ist der Job der Spammer schon erledigt.

Auch beim Malware-Versand registrierte das Eleven-Team Veränderungen. Statt der in letzter Zeit immer häufiger zu sehenden gefälschten Paket-Benachrichtigungen kommen nun sehr persönliche Themen zum Einsatz: Auf englisch gestellte Fragen wie "Warum zerstörst du mein Leben?", "Wie kannst du nur diese Fotos veröffentlichen?" und sinngemäß ähnliche Betreffzeilen sollen den Nutzer dazu bringen, auf den Link zu klicken, der zu einem Trojaner führt.
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