Hacker druckt Schlüssel von Handschellen nach
Ein Hacker hat auf einer Konferenz demonstriert, wie er mit Plastiknachbildungen von Schlüsseln die Polizeihandschellen zweier Hersteller öffnen kann. Die Schlüssel hatte er zuvor mit einem 3D-Drucker hergestellt.
Dass man mit 3D-Druckern nicht nur kleine Skulpturen oder vielleicht auch schon bald Flugzeuge drucken kann, hatte vergangenen Freitag der deutsche Hacker und Sicherheitsberater "Ray" in einem Workshop auf der Hackers On Planet Earth genannten Veranstaltung vorgeführt. Dies berichtet das Magazin 'Forbes'.
Mit Hilfe eines 3D-Druckers sowie eines Laser-Cutters hatte dieser einfache Plastiknachbildungen von Schlüsseln hergestellt, mit denen er dann die High-End-Modelle von Handschellen der Hersteller Bonowi (Deutschland) und Chubb (England) entsichern konnte. Als Grundlage dienten ihm CAD-Modelle, die er vorher anhand der Originalschlüssel erzeugt hatte.
Normalerweise achten die Hersteller von Handschellen darauf, dass die Schlüssel nicht in falsche Hände geraten. Deshalb können die Schlüssel von Polizeihandschellen auch nicht regulär im Handel erworben werden. Ray hatte jedoch auf der Konferenz erläutert, den Chubb-Schlüssel über eBay gekauft zu haben, wo diese immer wieder auftauchen würden. Woher der Schlüssel für das Bonowi-Modell stammte, wollte er jedoch nicht preisgeben.
Nachbildungen der Schlüssel für die Chubb-Handschellen waren auf der Konferenz anschließend zu einem Preis von 4 US-Dollar (etwa 3,30 Euro) verkauft worden. in den nächsten Tagen wird der Hacker die entsprechende CAD-Datei zudem auf der Plattform Thingiverse zum Download bereitstellen. Die Vorlage für den schwerer zu beschaffenden Bonowi-Schlüssel will der Hacker jedoch nicht veröffentlichen.
Mit der Vorführung wollte Ray nicht die Sicherheit von Handschellen verringern, sondern vielmehr deren Hersteller auf ein bestimmtes Problem aufmerksam machen: Handschellen besitzen keine individuellen Schlüssel. "Die Polizisten müssen wissen, dass jede neue Handschelle, die sie kaufen, einen Schlüssel hat, der reproduziert werden kann. So lange, bis jede Handschelle ihren eigenen Schlüssel hat, lassen sich diese auch kopieren.", so Ray.
Beim Handschellen-Modell eines dritten Herstellers war der Hacker jedoch weniger erfolgreich: Die verwendeten Materialen (Plexiglas sowie ABS-Plastik) erwiesen sich nämlich als nicht hart genug, um die Schlösser der deutschen Marke Clejuso öffnen zu können.
Die Plastiknachbildungen der Chubb-Schlüssel hingegen könnten sich neben ihrer nun stark gestiegenen Verbreitung zudem noch aus einem weiteren Grund als äußerst brisant erweisen: Wie Ray erläuterte, würde das entsprechende Modell unter anderem auch in Flugzeugen eingesetzt werden - und der Plastik-Schlüssel ließe sich aufgrund seiner Materialbeschaffenheit problemlos durch die Sicherheitschecks bringen.
Mit Hilfe eines 3D-Druckers sowie eines Laser-Cutters hatte dieser einfache Plastiknachbildungen von Schlüsseln hergestellt, mit denen er dann die High-End-Modelle von Handschellen der Hersteller Bonowi (Deutschland) und Chubb (England) entsichern konnte. Als Grundlage dienten ihm CAD-Modelle, die er vorher anhand der Originalschlüssel erzeugt hatte.
Normalerweise achten die Hersteller von Handschellen darauf, dass die Schlüssel nicht in falsche Hände geraten. Deshalb können die Schlüssel von Polizeihandschellen auch nicht regulär im Handel erworben werden. Ray hatte jedoch auf der Konferenz erläutert, den Chubb-Schlüssel über eBay gekauft zu haben, wo diese immer wieder auftauchen würden. Woher der Schlüssel für das Bonowi-Modell stammte, wollte er jedoch nicht preisgeben.
Nachbildungen der Schlüssel für die Chubb-Handschellen waren auf der Konferenz anschließend zu einem Preis von 4 US-Dollar (etwa 3,30 Euro) verkauft worden. in den nächsten Tagen wird der Hacker die entsprechende CAD-Datei zudem auf der Plattform Thingiverse zum Download bereitstellen. Die Vorlage für den schwerer zu beschaffenden Bonowi-Schlüssel will der Hacker jedoch nicht veröffentlichen.
Mit der Vorführung wollte Ray nicht die Sicherheit von Handschellen verringern, sondern vielmehr deren Hersteller auf ein bestimmtes Problem aufmerksam machen: Handschellen besitzen keine individuellen Schlüssel. "Die Polizisten müssen wissen, dass jede neue Handschelle, die sie kaufen, einen Schlüssel hat, der reproduziert werden kann. So lange, bis jede Handschelle ihren eigenen Schlüssel hat, lassen sich diese auch kopieren.", so Ray.
Beim Handschellen-Modell eines dritten Herstellers war der Hacker jedoch weniger erfolgreich: Die verwendeten Materialen (Plexiglas sowie ABS-Plastik) erwiesen sich nämlich als nicht hart genug, um die Schlösser der deutschen Marke Clejuso öffnen zu können.
Die Plastiknachbildungen der Chubb-Schlüssel hingegen könnten sich neben ihrer nun stark gestiegenen Verbreitung zudem noch aus einem weiteren Grund als äußerst brisant erweisen: Wie Ray erläuterte, würde das entsprechende Modell unter anderem auch in Flugzeugen eingesetzt werden - und der Plastik-Schlüssel ließe sich aufgrund seiner Materialbeschaffenheit problemlos durch die Sicherheitschecks bringen.
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