Qatars Boeing 787: Android sorgt für Unterhaltung
Die Fluggesellschaft Qatar Air hat auf einer Flugshow in Großbritannien ihre Version des neuen Boeing-Fliegers 787, besser bekannt als "Dreamliner", vorgestellt. Basis für das Bordunterhaltungssystem sind ARM-Chipsätze und Android.
Wie das Technik-Onlinemagazin 'VR-Zone' berichtet, hat Qatar Air auf der Flugshow Farnborough International Airshow 2012 ihre Version des Boeing-Fliegers Dreamliner vorgestellt. Die arabische Fluglinie wird die erste sein, die auf Googles Betriebssystem Android setzt.
Mit den Röhrenfernsehern, die alle paar Meter über dem Gang hängen, hat das IFEC-System (In-Flight Entertainment and Connectivity) nichts mehr zu tun. Auf allen 254 Sitzen steht den Passagieren ein eigener Touchscreen zur Verfügung: Bei 22 Plätzen in der Business Class sind es 17,3-Zoll-Displays, in der Economy-Klasse (232 Sitze) sind es immerhin noch 10,1-Zoll-LCDs.
In der Business Class von Qatar Air werden 17,3-Zoll-LCDs verbaut
Das von 'Thales Avionics' hergestellte System namens i8000 Avant TPMU (Touch Passenger Media Unit) wird nun nicht mehr wie frühere Bordmedien-Lösungen, genauer gesagt die dazugehörige Hardware-Box, jeweils unterhalb des Sitzes montiert, sondern ist eine eigenständige Einheit. Vereinfacht gesagt bedeutet das, dass in der Rücklehne des Vordermannes ein Tablet integriert ist.
Eine derartige Einheit besteht aus einem für Flugzeuge zugelassenem Dual-Core-Prozessor von STMicro, der auf ARM-Architektur basiert. Außerdem hat jedes Gerät 1 Gigabyte RAM und eine SSD mit 256 Gigabyte. Das ist nicht alles: Außerdem wird ein Server mit 32 Prozessor-Kernen (Intel Xeon oder AMD Opteron) mitfliegen, dieser hat 128 GB RAM und vier Terabyte (SSD-)Speicher.
Als Betriebssystem kommt wie anfangs erwähnt Android zum Einsatz, allerdings ist dies keine "handelsübliche" Ausgabe des Google-Systems, sondern eine angepasste. Außerdem können Passagiere von Qatar Air künftig auch WLAN und sogar 3G-Mobilfunk an Bord nutzen. Neben Qatar wird künftig übrigens auch British Airways auf das System bzw. dessen bereits angekündigten Nachfolger i9000 setzen.
Anschaffungskosten spielen bei diesem Bordsystem übrigens praktisch keine Rolle: Da bei Fluggesellschaften nur der Treibstoffverbrauch eine echte Rolle spielt, spart das neue und deutlich leichtere Mediensystem viel Geld, nach Berechnungen von VR-Zone sind es rund 1,5 Millionen Dollar pro Jahr und Flugzeug. Die Kosten betragen zwischen 1,5 und 2,2 Millionen Dollar, somit rechnet sich die Investition bereits nach etwa 1,5 Jahren.
Mit den Röhrenfernsehern, die alle paar Meter über dem Gang hängen, hat das IFEC-System (In-Flight Entertainment and Connectivity) nichts mehr zu tun. Auf allen 254 Sitzen steht den Passagieren ein eigener Touchscreen zur Verfügung: Bei 22 Plätzen in der Business Class sind es 17,3-Zoll-Displays, in der Economy-Klasse (232 Sitze) sind es immerhin noch 10,1-Zoll-LCDs.
In der Business Class von Qatar Air werden 17,3-Zoll-LCDs verbaut
Das von 'Thales Avionics' hergestellte System namens i8000 Avant TPMU (Touch Passenger Media Unit) wird nun nicht mehr wie frühere Bordmedien-Lösungen, genauer gesagt die dazugehörige Hardware-Box, jeweils unterhalb des Sitzes montiert, sondern ist eine eigenständige Einheit. Vereinfacht gesagt bedeutet das, dass in der Rücklehne des Vordermannes ein Tablet integriert ist.
Eine derartige Einheit besteht aus einem für Flugzeuge zugelassenem Dual-Core-Prozessor von STMicro, der auf ARM-Architektur basiert. Außerdem hat jedes Gerät 1 Gigabyte RAM und eine SSD mit 256 Gigabyte. Das ist nicht alles: Außerdem wird ein Server mit 32 Prozessor-Kernen (Intel Xeon oder AMD Opteron) mitfliegen, dieser hat 128 GB RAM und vier Terabyte (SSD-)Speicher.
Als Betriebssystem kommt wie anfangs erwähnt Android zum Einsatz, allerdings ist dies keine "handelsübliche" Ausgabe des Google-Systems, sondern eine angepasste. Außerdem können Passagiere von Qatar Air künftig auch WLAN und sogar 3G-Mobilfunk an Bord nutzen. Neben Qatar wird künftig übrigens auch British Airways auf das System bzw. dessen bereits angekündigten Nachfolger i9000 setzen.
Anschaffungskosten spielen bei diesem Bordsystem übrigens praktisch keine Rolle: Da bei Fluggesellschaften nur der Treibstoffverbrauch eine echte Rolle spielt, spart das neue und deutlich leichtere Mediensystem viel Geld, nach Berechnungen von VR-Zone sind es rund 1,5 Millionen Dollar pro Jahr und Flugzeug. Die Kosten betragen zwischen 1,5 und 2,2 Millionen Dollar, somit rechnet sich die Investition bereits nach etwa 1,5 Jahren.
Thema:
Witold PryjdaSenior Redakteur
Seit 1996 im Journalismus, ausgebildet an der Österreichischen Medienakademie. Sein Spektrum reicht von Robotern und KI über E-Autos bis zur Militärtechnik.
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