PC-Anteil am Internet-Traffic sinkt bis 2016 rasant

Der Netzwerkausrüster Cisco hat eine neue Fassung seines "Visual Networking Index" veröffentlicht. Laut dieser Studie ist damit zu rechnen, dass im Jahr 2016 wohl 1,3 Zettabyte an Daten durch die globalen Internet-Leitungen fließen werden. Damit bestätigte das Unternehmen seine letztjährige Prognose, nach der die Zettabyte-Marke ein Jahr zuvor fast erreicht wird. Betrachtet man frühere Voraussagen Ciscos könnte es sogar noch etwas schneller gehen. Als weltweit größter Netzwerkausrüster hätte das Unternehmen zwar durchaus ein Interesse daran, mit möglichst hohen Prognosen den Absatz seiner Systeme voranzutreiben, allerdings lag die Realität bisher meist etwas über den Schätzungen.

Laut Cisco gibt es zwei grundlegende Faktoren für das anhaltend schnelle Wachstum des Traffics: Zum einen erhalten immer mehr Menschen Zugang zum Internet. 3,4 Milliarden sollen es 2016 sein. Außerdem wird sich die durchschnittliche Bandbreite ihrer Anbindungen von derzeit 9 auf 34 Megabit pro Sekunde erhöhen.

Dies bildet die Basis für das Wachstum von Anwendungen mit intensivem Traffic: So soll sich der von Videos verursachte Datenverkehr in dem Zeitraum etwa verfünffachen. Den größte Teil dessen macht die Verlagerung von Fernsehübertragungen auf die digitalen Verbreitungswege aus. Nach 694 Millionen IPTV-Empfängern im letzten Jahr, werden es 2016 voraussichtlich 1,3 Milliarden sein.

Auch das Traffic-Volumen, das von P2P-Netzen generiert wird, steigt laut Cisco weiter an: Von zuletzt 4,6 auf 10 Exabyte pro Monat. Der Anteil am gesamten Datenverkehr im Netz wird dabei aber von 77 auf 54 Prozent zurückgehen.

Eine massive Verschiebung sieht Cisco bei den Endgeräten, die den Datenverkehr verursachen. PCs - also Desktops und Notebooks - hatten im vergangenen Jahr noch einen Anteil von 94 Prozent. Dieser soll bis 2016 auf nur noch 18 Prozent einbrechen. Die Nutzung mobiler Endgeräte und deren Leistungsfähigkeit legen hingegen rasant zu. So soll 2016 die Hälfte des Datenverkehrs an der Schnittstelle zum Nutzer bereits über WLAN erfolgen.
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