Autor: Halo-Verfilmung scheiterte an Microsofts Gier

Laut einem neuen Buch, das sich mit der Videospiele-Industrie beschäftigt, war Microsofts Wunsch, mit der geplanten Verfilmung seines Spielehits "Halo" möglichst viel Geld zu verdienen, letztlich auch der Grund dafür, dass das Vorhaben scheiterte.
Xbox 360, Videospiel, Halo 4
Microsoft
In seinem Buch "Generation Xbox: How Videogames Invaded Hollywood" erklärt Autor Jamie Russel unter Berufung auf zahlreiche Quellen laut 'Lazygamer', dass Microsoft einen zu großen Anteil an den Einnahmen aus dem "Halo"-Film beanspruchte und nicht verstehen wollte, wie die Filmindustrie in Hollywood arbeitet.

Microsoft sei "naiv" in die Verhandlungen gegangen und habe erwartet, dass alle Beteiligten sich nach den Wünschen des Unternehmens richten würden. Angeblich verlangte Microsoft einfach zu viel Geld, so dass sich das Vorhaben für die beteiligten Filmstudios und den Regisseur Peter Jackson nicht mehr gelohnt hätte. Außerdem wollten die Redmonder sich in sämtliche Entscheidungen einmischen, heißt es.

Microsoft beanspruchte außerdem, dass die Produktionsfirmen zahlreiche Flugtickets für seine Mitarbeiter und deren Gäste zahlen sollten. Darüber hinaus war der Konzern nicht bereit, die Merchandising-Rechte für den Halo-Film abzugeben und wollte sämtliche Arbeiten beim Schnitt des Films in der Post-Produktion genau überwachen, so der Buchautor.
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