Speicher-Temperatur bei GeForce-GPUs erstmals genau zu überwachen
Einer losen Gruppe von Hardware-Moddern und Software-Entwicklern ist es gelungen, Wege zur genauen Überwachung der Temperaturen der bei Nvidia-GPUs verbauten Speicherchips zu finden. Offenbar besitzen die Chips integrierte Temperatursensoren.
Im Laufe des Wochenendes wurde bekannt, dass man theoretisch in der Lage ist, die genaue Temperatur der bei vielen Nvidia-Grafikkarten verbauten Speicherchips auszulesen. Das Team um den Hardware-Modder Paulo Gomes aus Brasilien stieß laut VideoCardZ bei seinen Analysen auf bestimmte Werte, die man mit einer Memory-mapped I/O (MMIO) genannten Methode auslesen kann, um sie dann einzelnen Speicherchips auf den GeForce-GPUs zuzuordnen.
Das gleiche brasilianische Team war bereits in der Lage, die bisher unbekannten Daten zu Hotspot-Temperaturen bei GeForce-RTX-50-Series-GPUs auszulesen. Bei ihrer Arbeit wiesen die Entwickler nun nach, dass die oben beschriebene Methode zum Auslesen der Temperaturen einzelner GPU-Speicher-Bausteine in Verbindung mit den mobilen Varianten der meisten Nvidia-Grafikchips mit GDDR6-Speicher und allen mit GDDR6X-Speicher ausgerüsteten Grafikkarten der GeForce-RTX-30- und RTX-40-Serien funktionieren sollte.
Nachdem das brasilianische Team seine Erkenntnisse anderen Entwicklern aus dem Bereich des Hardware-Monitorings zugänglich gemacht hatte, schaffte man am Wochenende einen weiteren Durchbruch.
Bei GPUs, auf deren PCB beidseitig GDDR7-VRAM aufgelötet ist, lassen sich Werte auslesen, die jeweils die beiden gegenüberliegenden Speicherchips abdecken. Mittlerweile haben die Entwickler bereits begonnen, das Auslesen der bisher nicht zugänglichen Werte in Monitoring-Tools zu integrieren.
So unterstützt die neueste Betaversion von HWiNFO bereits das Auslesen der Temperaturen bei GPUs mit GDDR7-Speicher und das hotspot.dll genannte Plug-in für MSI Afterburner wurde ebenfalls entsprechend erweitert. Es liefert damit nicht nur genaue Informationen zu Hotspot-Temperaturen bei Nvidia "Blackwell"-GPUs, sondern auch die Daten der thermischen Sensoren im GDDR7-Speicher.
Gaming-Fans und andere Nutzer von oft extrem teuren Grafikkarten von Nvidia profitieren von den erstmals detailliert auslesbaren Werten vor allem dadurch, dass sie Kühlmaßnahmen optimieren können und bei Problemen die Ursachenforschung erleichtert wird. Nvidia hat sich zu dem Thema bisher nicht geäußert.
Download HWiNFO - Kostenloses Systeminformations-Tool Siehe auch:
- Das Modding-Team um Paulo Gomes entdeckte die MMIO-Methode
- Damit lassen sich Temperaturen einzelner Chips genau auslesen
- Die Methode funktioniert bei GDDR6, GDDR6X sowie GDDR7-RAM
- Entwickler integriert das Auslesen bereits in HWiNFO Beta
- Die neuen Daten helfen beim Optimieren der Grafikkarten-Kühlung
Neue Methode ermöglicht viel genauere Überwachung
Nvidia rüstet seine Grafikkarten mit einer bisher nicht öffentlich dokumentierten Reihe von Sensoren aus, mit denen sich nicht nur besonders stark erhitzte Bereiche der GPU identifizieren lassen, sondern - wie jetzt bekannt wurde - auch Details zur Temperatur einzelner Speicherchips.Im Laufe des Wochenendes wurde bekannt, dass man theoretisch in der Lage ist, die genaue Temperatur der bei vielen Nvidia-Grafikkarten verbauten Speicherchips auszulesen. Das Team um den Hardware-Modder Paulo Gomes aus Brasilien stieß laut VideoCardZ bei seinen Analysen auf bestimmte Werte, die man mit einer Memory-mapped I/O (MMIO) genannten Methode auslesen kann, um sie dann einzelnen Speicherchips auf den GeForce-GPUs zuzuordnen.
Nvidia dokumentierte Sensoren nicht öffentlich
Die Entwickler konnten damit belegen, dass jeder einzelne Grafikspeicherchip über einen integrierten Temperatursensor verfügt, was Nvidia bisher nie offiziell kommuniziert hat. Die so ausgelesenen Werte melden immer die maximal am jeweiligen Chip herrschenden Temperaturen und nicht nur einen Durchschnittswert.Das gleiche brasilianische Team war bereits in der Lage, die bisher unbekannten Daten zu Hotspot-Temperaturen bei GeForce-RTX-50-Series-GPUs auszulesen. Bei ihrer Arbeit wiesen die Entwickler nun nach, dass die oben beschriebene Methode zum Auslesen der Temperaturen einzelner GPU-Speicher-Bausteine in Verbindung mit den mobilen Varianten der meisten Nvidia-Grafikchips mit GDDR6-Speicher und allen mit GDDR6X-Speicher ausgerüsteten Grafikkarten der GeForce-RTX-30- und RTX-40-Serien funktionieren sollte.
Nachdem das brasilianische Team seine Erkenntnisse anderen Entwicklern aus dem Bereich des Hardware-Monitorings zugänglich gemacht hatte, schaffte man am Wochenende einen weiteren Durchbruch.
Auch bei GeForce RTX 50-GPUs mit GDDR7 nutzbar
Basierend auf der Arbeit des Teams um Paulo Gomes konnten die Entwickler Unwinder, asder00, olealgoritme und HWiNFO-Macher Martin "Mumak" Malik laut VideoCardZ einen Weg finden, mit dem die Temperatur der einzelnen Speicherchips auch bei Grafikkarten der RTX-50-Serie mit GDDR7-RAM ausgelesen werden kann.Bei GPUs, auf deren PCB beidseitig GDDR7-VRAM aufgelötet ist, lassen sich Werte auslesen, die jeweils die beiden gegenüberliegenden Speicherchips abdecken. Mittlerweile haben die Entwickler bereits begonnen, das Auslesen der bisher nicht zugänglichen Werte in Monitoring-Tools zu integrieren.
So unterstützt die neueste Betaversion von HWiNFO bereits das Auslesen der Temperaturen bei GPUs mit GDDR7-Speicher und das hotspot.dll genannte Plug-in für MSI Afterburner wurde ebenfalls entsprechend erweitert. Es liefert damit nicht nur genaue Informationen zu Hotspot-Temperaturen bei Nvidia "Blackwell"-GPUs, sondern auch die Daten der thermischen Sensoren im GDDR7-Speicher.
Gaming-Fans und andere Nutzer von oft extrem teuren Grafikkarten von Nvidia profitieren von den erstmals detailliert auslesbaren Werten vor allem dadurch, dass sie Kühlmaßnahmen optimieren können und bei Problemen die Ursachenforschung erleichtert wird. Nvidia hat sich zu dem Thema bisher nicht geäußert.
Download HWiNFO - Kostenloses Systeminformations-Tool Siehe auch:
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