Dropbox will das nächste Google oder Apple werden
Vor vier Jahren gründete der Programmierer Drew Houston seine eigene Firma und begann, einen Cloud-basierten Synchronisations-Dienst zu entwickeln. Daraus wurde eines der am schnellsten wachsenden Internet-Unternehmen im kalifornischen Silicon Valley: Dropbox.
Wie die 'Los Angeles Times' berichtet, ist Houston mit dem Erreichten noch längst nicht zufrieden. Übernahmeangebote von Apple und Google hat er ausgeschlagen. Er wolle sich nicht von diesen Konzernen kaufen lassen, sondern das nächste Apple oder Google werden, erklärte er.
Da stellt sich natürlich die Frage, ob ein Dienst, der lediglich Dateien über das Internet kopiert, das Potenzial hat, ebenso wichtig zu werden, wie ein Hersteller von Lifestyle-Technik oder ein Anbieter universeller Suchtechnologien. Allerdings deutet inzwischen einiges darauf hin.
Aktuell verfügt Dropbox über 50 Millionen Nutzer - Tendenz: Schnell steigend. 325 Millionen Dateien werden täglich über den Dienst zwischen verschiedenen Geräten abgeglichen. Und zumindest in den USA hat das Verb "dropbox me" inzwischen ebenso Einzug in die Alltagssprache gehalten, wie googlen. Erst im vergangenen September erhielt die Firma satte 250 Millionen Dollar Venture-Kapital von sieben der angesagtesten Investoren im Silicon Valley.
Inzwischen ist Dropbox rund 4 Milliarden Dollar wert. Und es scheint so, als ob die Entwicklung gerade erst richtig losgeht. Als der Dienst startete, war die Synchronisation noch ein Thema, das lediglich in einigen Einzelbereichen von Interesse war. Inzwischen ist es jedoch eine der wichtigsten Fragen hinsichtlich der Organisation des digitalen Lebens geworden.
Denn die Zeit, in der Nutzer den größten Teil ihrer Arbeit und der netzbasierten Kommunikation über einen zentralen Rechner abwickelten, sind Geschichte. Notebook und Smartphone sind bei den meisten inzwischen Grundausstattung, bei vielen kommt noch ein Tablet oder ein Home-Server hinzu. Und da verschiedenste Aufgaben nahtlos von Gerät zu Gerät wechseln können, wird es immer wichtiger, die Daten auf allen Systemen auf dem gleichen Stand zu halten.
Houston ist eines durchaus klar: Sollten Unternehmen wie Apple, Google oder Microsoft einen direkten Angriff auf Dropbox starten, kann die Firma trotz der großzügigen Finanzierung nicht einfach durch einen Ressourcen-Kampf bestehen. Statt dessen müsse alles darauf gesetzt werden, potenzielle Konkurrenten mit Innovationen auf Abstand zu halten.
"Die Leute kennen uns heute vielleicht durch diesen magischen Ordner auf ihrem Desktop und ihrer Smartphone-App. Wir betrachten uns allerdings als diejenigen, die das Dateisystem des Internets bauen wollen", sagte der Firmengründer. Dieses soll letztlich alle Geräte, die online sind, miteinander verbinden.
Da stellt sich natürlich die Frage, ob ein Dienst, der lediglich Dateien über das Internet kopiert, das Potenzial hat, ebenso wichtig zu werden, wie ein Hersteller von Lifestyle-Technik oder ein Anbieter universeller Suchtechnologien. Allerdings deutet inzwischen einiges darauf hin.
Aktuell verfügt Dropbox über 50 Millionen Nutzer - Tendenz: Schnell steigend. 325 Millionen Dateien werden täglich über den Dienst zwischen verschiedenen Geräten abgeglichen. Und zumindest in den USA hat das Verb "dropbox me" inzwischen ebenso Einzug in die Alltagssprache gehalten, wie googlen. Erst im vergangenen September erhielt die Firma satte 250 Millionen Dollar Venture-Kapital von sieben der angesagtesten Investoren im Silicon Valley.
Inzwischen ist Dropbox rund 4 Milliarden Dollar wert. Und es scheint so, als ob die Entwicklung gerade erst richtig losgeht. Als der Dienst startete, war die Synchronisation noch ein Thema, das lediglich in einigen Einzelbereichen von Interesse war. Inzwischen ist es jedoch eine der wichtigsten Fragen hinsichtlich der Organisation des digitalen Lebens geworden.
Denn die Zeit, in der Nutzer den größten Teil ihrer Arbeit und der netzbasierten Kommunikation über einen zentralen Rechner abwickelten, sind Geschichte. Notebook und Smartphone sind bei den meisten inzwischen Grundausstattung, bei vielen kommt noch ein Tablet oder ein Home-Server hinzu. Und da verschiedenste Aufgaben nahtlos von Gerät zu Gerät wechseln können, wird es immer wichtiger, die Daten auf allen Systemen auf dem gleichen Stand zu halten.
Houston ist eines durchaus klar: Sollten Unternehmen wie Apple, Google oder Microsoft einen direkten Angriff auf Dropbox starten, kann die Firma trotz der großzügigen Finanzierung nicht einfach durch einen Ressourcen-Kampf bestehen. Statt dessen müsse alles darauf gesetzt werden, potenzielle Konkurrenten mit Innovationen auf Abstand zu halten.
"Die Leute kennen uns heute vielleicht durch diesen magischen Ordner auf ihrem Desktop und ihrer Smartphone-App. Wir betrachten uns allerdings als diejenigen, die das Dateisystem des Internets bauen wollen", sagte der Firmengründer. Dieses soll letztlich alle Geräte, die online sind, miteinander verbinden.
Christian KahleRedakteur für Forschung, Energie und Raumfahrt
Begleitet die IT-Branche seit dem Dotcom-Boom, Informatik studierte er in Berlin. Sein Spektrum reicht von Quantencomputern über Solarstrom bis zur Raumfahrt.
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