Copy Culture: Kopieren von Medien ist Alltäglichkeit
Eine aktuelle Studie zeigt, wie stark sich die Vorstellungen der Medienindustrie und der Bevölkerung hinsichtlich des Umgangs mit Urheberrechten gegenüberstehen. In ihr wird deutlich, dass die alten Regeln dringend einer Überarbeitung bedürfen, die in die heutige Zeit passt.
Das, was von der Lobby der Medienkonzerne bereits als Urheberrechtsverletzung bezeichnet wird, ist im Grunde ein ganz gewöhnliches Phänomen. 46 Prozent der in den USA befragten Erwachsenen gab an, dass sie Musik, Fernsehserien oder Filme bereits kopiert, mit Freunden getauscht oder aus unautorisierten Quellen heruntergeladen haben. In der jüngeren Altersgruppe zwischen 18 und 29 Jahren steigt die Zahl auf 70 Prozent.
Dabei geht es im Wesentlichen aber nicht darum, nahezu komplette Kataloge von Major Labels zu kopieren. Lediglich 2 Prozent der befragten gaben an, mehr als tausend Musikdateien ohne Bezahlung in ihre Sammlung übernommen zu haben. Auf mehr als 100 Filme oder Serien-Episoden bringt es nur 1 Prozent der Bevölkerung.
Bei 46 Prozent jener, die sich bereits Musik aus illegalen Quellen beschafft haben, sind derartige Bestrebungen zurückgegangen, seitdem es preiswerte und leicht zu benutzende Streaming-Dienste gibt. Gleiches gilt im Bereich Film für 40 Prozent.
Strafen für die genannten Urheberrechtsverletzungen befürwortet mit 52 Prozent lediglich eine sehr knappe Mehrheit der US-Bürger. Insbesondere wenn es darum geht, den Tätern den Internet-Anschluss zu kappen, gibt es eine klare Position: 72 Prozent der Befragten lehnen eine solche Maßnahme strikt ab und nur für 16 Prozent stellt sie ein praktikables Mittel dar. Der Großteil spricht sich auch dafür aus, dass Geldstrafen für private Nutzer klar gedeckelt sein müssen.
Eine klare Mehrheit gibt es auch dafür, dass für die Klärung von Urheberrechtsvergehen weiterhin die Gerichte zuständig sein müssen und diese Aufgabe nicht in die Hände privatwirtschaftlicher Unternehmen gelegt wird - wie es der aktuelle Gesetzesentwurf SOPA zum Teil vorsieht. 69 Prozent der Befragten sind außerdem der Ansicht, dass Maßnahmen zur Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen nicht zur Einschränkung der Grundrechte führen dürfen.
Dabei geht es im Wesentlichen aber nicht darum, nahezu komplette Kataloge von Major Labels zu kopieren. Lediglich 2 Prozent der befragten gaben an, mehr als tausend Musikdateien ohne Bezahlung in ihre Sammlung übernommen zu haben. Auf mehr als 100 Filme oder Serien-Episoden bringt es nur 1 Prozent der Bevölkerung.
Bei 46 Prozent jener, die sich bereits Musik aus illegalen Quellen beschafft haben, sind derartige Bestrebungen zurückgegangen, seitdem es preiswerte und leicht zu benutzende Streaming-Dienste gibt. Gleiches gilt im Bereich Film für 40 Prozent.
Strafen für die genannten Urheberrechtsverletzungen befürwortet mit 52 Prozent lediglich eine sehr knappe Mehrheit der US-Bürger. Insbesondere wenn es darum geht, den Tätern den Internet-Anschluss zu kappen, gibt es eine klare Position: 72 Prozent der Befragten lehnen eine solche Maßnahme strikt ab und nur für 16 Prozent stellt sie ein praktikables Mittel dar. Der Großteil spricht sich auch dafür aus, dass Geldstrafen für private Nutzer klar gedeckelt sein müssen.
Eine klare Mehrheit gibt es auch dafür, dass für die Klärung von Urheberrechtsvergehen weiterhin die Gerichte zuständig sein müssen und diese Aufgabe nicht in die Hände privatwirtschaftlicher Unternehmen gelegt wird - wie es der aktuelle Gesetzesentwurf SOPA zum Teil vorsieht. 69 Prozent der Befragten sind außerdem der Ansicht, dass Maßnahmen zur Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen nicht zur Einschränkung der Grundrechte führen dürfen.
Thema:
Christian KahleRedakteur für Forschung, Energie und Raumfahrt
Begleitet die IT-Branche seit dem Dotcom-Boom, Informatik studierte er in Berlin. Sein Spektrum reicht von Quantencomputern über Solarstrom bis zur Raumfahrt.
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