Carrier-IQ-'Spionage':
Beichten, Dementi, Ausreden
Der Skandal um die vermeintliche Spionage-Software für Smartphones geht in die nächste Runde. Carrier IQ, der Anbieter des dubiosen Handy-Programms, gibt unerlaubtes Datensammeln nicht (direkt) zu und streitet die Übermittlung jeglicher persönlicher Informationen ab.
In einer vor kurzem veröffentlichten Pressemitteilung wehrt sich der kalifornische Software-Anbieter Carrier IQ gegen die Vorwürfe, wonach ein (verstecktes) Programm etwa 150 Millionen Smartphones auf der ganzen Welt ausspioniert. Das hatte vor ein paar Tagen der 25-jährige Android-Hacker Trevor Eckhart herausgefunden.
Wie 'The Verge' berichtet gibt Carrier IQ zwar nicht direkt zu, dass die umstrittene Software persönliche Informationen aufzeichnet, allerdings sagt der Hersteller, dass sie "die Inhalte von SMS-Nachrichten, E-Mails, Fotos, Audio und Videos nicht erfasst, speichert oder überträgt."
Bei SMS-Nachrichten würde die Software laut Carrier IQ zwar erkennen können, ob diese korrekt übermittelt worden sind, der Inhalt der Nachricht selbst würde aber weder aufgezeichnet noch übermittelt. Carrier IQ zitiert außerdem die anerkannte Sicherheits-Expertin und ehemalige Mitarbeiterin der US-Sicherheitsbehörde National Security Agency (NSA) Rebecca Bace, nach deren Meinung die Vorwürfe unbegründet seien.
Gegenüber 'AllThingsDigital' hat Andrew Coward, Vize-Marketing-Chef des Unternehmens allerdings zugegeben, dass der Inhalt des von Trevor Eckhart veröffentlichten Videos stimmen würde, allerdings nicht dessen Schlussfolgerungen, die die Spionage-Vorwürfe erst ins Rollen gebracht haben.
Währenddessen gehen alle Handy-Hersteller, die nur können, auf Abstand zu Carrier IQ. So dementierten unter anderem Microsoft (bei Windows Phone), Nokia (Symbian), Research in Motion (Blackberry) und Hewlett-Packard (webOS) den Einsatz der Software. Auch Google streitet jegliche Verbindung zu der ebenfalls im kalifornischen Mountain View ansässigen Firma ab.
Apple gab an, dass man mit iOS 5 Carrier IQ bei den "meisten Produkten" nicht unterstütze, in einem künftigen Update sollen alle Spuren des Programms entfernt werden. HTC und Samsung gaben den Einsatz der Software "bei manchen Geräten" zu, stritten aber ab, dass dies auf eigenen Wunsch geschehen sei. Vielmehr hätten US-Mobilfunkbetreiber die Einbindung von Carrier IQ von ihnen gefordert.
Die US-Netzbetreiber AT&T und Sprint (nicht jedoch Verizon) haben inzwischen auch zugegeben, die Dienste in Anspruch zu nehmen, man betonte aber, dass dies nur zur Qualitätsverbesserung geschehe und persönliche Daten des Kunden nicht angetastet werden.
Android-Nutzer können übrigens per App testen, ob Carrier IQ auf ihrem Smartphone installiert ist: Wie 'Engadget' berichtet hat François Simond ("Supercurio") eine entsprechende (allerdings noch unfertige) Anwendung namens "Voodoo Carrier IQ detector" veröffentlicht, zu finden ist sie im 'Android-Market'.
Wie 'The Verge' berichtet gibt Carrier IQ zwar nicht direkt zu, dass die umstrittene Software persönliche Informationen aufzeichnet, allerdings sagt der Hersteller, dass sie "die Inhalte von SMS-Nachrichten, E-Mails, Fotos, Audio und Videos nicht erfasst, speichert oder überträgt."
Bei SMS-Nachrichten würde die Software laut Carrier IQ zwar erkennen können, ob diese korrekt übermittelt worden sind, der Inhalt der Nachricht selbst würde aber weder aufgezeichnet noch übermittelt. Carrier IQ zitiert außerdem die anerkannte Sicherheits-Expertin und ehemalige Mitarbeiterin der US-Sicherheitsbehörde National Security Agency (NSA) Rebecca Bace, nach deren Meinung die Vorwürfe unbegründet seien.
Gegenüber 'AllThingsDigital' hat Andrew Coward, Vize-Marketing-Chef des Unternehmens allerdings zugegeben, dass der Inhalt des von Trevor Eckhart veröffentlichten Videos stimmen würde, allerdings nicht dessen Schlussfolgerungen, die die Spionage-Vorwürfe erst ins Rollen gebracht haben.
Währenddessen gehen alle Handy-Hersteller, die nur können, auf Abstand zu Carrier IQ. So dementierten unter anderem Microsoft (bei Windows Phone), Nokia (Symbian), Research in Motion (Blackberry) und Hewlett-Packard (webOS) den Einsatz der Software. Auch Google streitet jegliche Verbindung zu der ebenfalls im kalifornischen Mountain View ansässigen Firma ab.
Apple gab an, dass man mit iOS 5 Carrier IQ bei den "meisten Produkten" nicht unterstütze, in einem künftigen Update sollen alle Spuren des Programms entfernt werden. HTC und Samsung gaben den Einsatz der Software "bei manchen Geräten" zu, stritten aber ab, dass dies auf eigenen Wunsch geschehen sei. Vielmehr hätten US-Mobilfunkbetreiber die Einbindung von Carrier IQ von ihnen gefordert.
Die US-Netzbetreiber AT&T und Sprint (nicht jedoch Verizon) haben inzwischen auch zugegeben, die Dienste in Anspruch zu nehmen, man betonte aber, dass dies nur zur Qualitätsverbesserung geschehe und persönliche Daten des Kunden nicht angetastet werden.
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