Dell: PC-Markt und Flut in Thailand bereiten Sorge

Der Computer-Konzern Dell konnte im abgeschlossenen dritten Quartal zwar einen gestiegenen Gewinn vorweisen, allerdings ist dies auch so ziemlich das einzig positive, was das Management vermelden konnte. Sowohl Umsatzentwicklung als auch der Ausblick geben Grund zur Sorge.
Logo, Dell, PC-Hersteller
Dell
Die kaum noch steigenden Verkaufszahlen auf dem PC-Markt sorgten dafür, dass die Einnahmen stagnierten. 15,36 Milliarden Dollar konnten hier verzeichnet werden, was geringfügig weniger ist als im Vergleichszeitraum des Vorjahres, als 15,39 Milliarden Dollar in den Büchern standen.

Allerdings konnte das Unternehmen mit 983 Millionen Dollar dann doch eine Steigerung des Nettogewinns um 9 Prozent verbuchen. Dies ist nach Ansicht von Konzernchef Michael Dell ein erster Eindruck, des "neuen Dell", in dem die veränderte Produktstrategie greift. Ziel dessen ist es, die Angebotspalette weniger auf das Massengeschäft und dafür verstärkt auf Produkte mit höheren Gewinnmargen auszurichten.

Das Kerngeschäft mit PCs entwickelt sich derzeit allerdings rückläufig. Der Umsatz mit Computern ging im Jahresvergleich von 8,5 Milliarden Dollar auf 8,2 Milliarden Dollar zurück. Besonders stark war das Privatkundengeschäft betroffen, wo die Einnahmen um 6 Prozent hinter dem Vorjahreswert zurückliegen.

Dies konnte teilweise durch positive Entwicklungen in anderen Bereichen kompensiert werden. So legte der Umsatz aus IT-Dienstleistungen um 10 Prozent zu, beim Verkauf von Netzwerksystemen verzeichnete man sogar eine Steigerung der Einnahmen um 13 Prozent.

Neben der allgemeinen Schwäche des PC-Marktes könnte sich in der kommenden Zeit der zu befürchtende Engpass bei Festplatten negativ auf das Geschäft auswirken, hieß es. Die Flutkatastrophe in Thailand hat große Teile der weltweiten Produktion schlicht zusammenbrechen lassen.

Wie Dell-Finanzchef Brian Gladden ausführte, stehe man bereits in Kontakt mit den Zulieferern und suche nach Wegen, das Problem zu umgehen. Bereits bei den ersten Meldungen hinsichtlich der Überschwemmungen habe man reagiert und die bereits gekauften Bestände an Festplatten schnellstmöglich aus den Lagern der Zulieferer in die eigenen Werke schaffen lassen. Außerdem wurde binnen 48 Stunden ein Risiko-Management-Team eingesetzt, dass sich mit eventuell auftretenden Problemen beschäftigt.
Jetzt einen Kommentar schreiben


Alle Kommentare zu dieser News anzeigen
Interessante Artikel & Testberichte
Tipp einsenden
❤ WinFuture unterstützen
Sie wollen online einkaufen? Dann nutzen Sie bitte einen der folgenden Links, um WinFuture zu unterstützen: Vielen Dank!