Gabe Newell: Schlechter Service Schuld an Piraterie
Valve-Mitgründer Gabe Newell hat bei einer Podiumsdiskussion die Meinung vertreten, dass vor allem schlechter Service Schuld an Spielepiraterie sei. Das Problem sei keines der Preise und wäre auch nicht durch Antipiraterie-Maßnahmen lösbar.
Valve-Chef Chef Gabe Newell hat in Seattle mit einigen interessanten Aussagen aufhorchen lassen, berichtet 'GeekWire'. Newell meinte bei einem Panel, dass Piraterie eine Folge von schlechtem Service sei. "Der einfachste Weg, um Raubkopien zu stoppen, ist nicht der Einsatz von Antipiraterie-Technologien. Man muss den Leuten einfach einen besseren Service bieten als die Piraten."
Newell begründete seine Aussage am Beispiel Russland: "Wenn man verkündet, dass man den russischen Markt betritt, dann sagen die Leute sofort, man wäre zum Scheitern verurteilt, weil die Leute in Russland alles raubkopieren würden", so Newell. Allerdings sei Russland für Valve nach Deutschland inzwischen der zweitgrößte europäische Markt. "Dieselben Leute, die dir sagen, dass in Russland alles raubkopiert wird, sind jene, die sechs Monate für eine (russische) Lokalisierung brauchen."
Auf der Download-Plattform Steam habe man viel mit Preisen experimentiert. "Elastische" Preisegestaltung, also laut Newell jene ohne Ankündigung, hätte keinerlei Auswirkungen auf den Erlös gehabt. Diesen Effekt habe man auch bei einem zweiten Experiment erwartetet: Bei einer groß beworbenen Aktion wurde der Preis eines Titels um 75 Prozent gesenkt. Laut Newell habe Valve auch hier erwartet, dass die Erlöse konstant bleiben würden. Das war aber nicht der Fall, ganz im Gegenteil: Der Erlös sei um das 40-fache gestiegen.
Grob zusammengefasst bedeutet das, dass man mehr Geld einnehmen kann, wenn man weniger für ein Spiel verlangt. Allerdings meinte der Valve-Chef auch, dass man auch noch weitere "Experimente" zu diesem Thema durchführen müsse.
Valve ist jenes Spieleunternehmen, das für Hits wie Half-Life, Counter-Strike und Portal verantwortlich ist. Daneben gilt die höchst erfolgreiche Vertriebsplattform Steam mit ihren 35 Millionen Nutzern als eine Art iTunes für Spiele.
Newell begründete seine Aussage am Beispiel Russland: "Wenn man verkündet, dass man den russischen Markt betritt, dann sagen die Leute sofort, man wäre zum Scheitern verurteilt, weil die Leute in Russland alles raubkopieren würden", so Newell. Allerdings sei Russland für Valve nach Deutschland inzwischen der zweitgrößte europäische Markt. "Dieselben Leute, die dir sagen, dass in Russland alles raubkopiert wird, sind jene, die sechs Monate für eine (russische) Lokalisierung brauchen."
Auf der Download-Plattform Steam habe man viel mit Preisen experimentiert. "Elastische" Preisegestaltung, also laut Newell jene ohne Ankündigung, hätte keinerlei Auswirkungen auf den Erlös gehabt. Diesen Effekt habe man auch bei einem zweiten Experiment erwartetet: Bei einer groß beworbenen Aktion wurde der Preis eines Titels um 75 Prozent gesenkt. Laut Newell habe Valve auch hier erwartet, dass die Erlöse konstant bleiben würden. Das war aber nicht der Fall, ganz im Gegenteil: Der Erlös sei um das 40-fache gestiegen.
Grob zusammengefasst bedeutet das, dass man mehr Geld einnehmen kann, wenn man weniger für ein Spiel verlangt. Allerdings meinte der Valve-Chef auch, dass man auch noch weitere "Experimente" zu diesem Thema durchführen müsse.
Valve ist jenes Spieleunternehmen, das für Hits wie Half-Life, Counter-Strike und Portal verantwortlich ist. Daneben gilt die höchst erfolgreiche Vertriebsplattform Steam mit ihren 35 Millionen Nutzern als eine Art iTunes für Spiele.
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Witold PryjdaSenior Redakteur
Seit 1996 im Journalismus, ausgebildet an der Österreichischen Medienakademie. Sein Spektrum reicht von Robotern und KI über E-Autos bis zur Militärtechnik.
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