Produzentin: Porno-Sperren schlecht für Gesellschaft
In einer Kolumne in der britischen Tageszeitung 'The Guardian' hat Anna Arrowsmith, ihres Zeichens Produzentin von Pornofilmen, kritisiert, dass bei der Planung der Websperren gegen pornographische Angebote, wie sie in Großbritannien derzeit vorbereitet werden, lediglich die negativen Aspekte dieses Genres für die Gesellschaft zur Sprache kamen.
Ihrer Ansicht nach, gibt es aber auch durchaus positive Aspekte, die in der öffentlichen Auseinandersetzung mit dem Thema kaum einmal zur Sprache kommen. Die Argumente von Arrowsmith gegen eine starke Reglementierung von Pornographie sind zwar sicher diskussionswürdig, aber doch zumindest beachtenswert.
So betont sie beispielsweise, dass das Argument des Feminismus, Pornographie sei ausschließlich frauenfeindlich, nicht funktioniere, wenn man das Thema in einen gesamtgesellschaftlichen Kontext einbette. "Die Rechte der Frauen", so Arrowsmith, "sind in Gesellschaften mit einer liberalen Sexualmoral um ein Vielfaches stärker." Und zu einer offenen Sexualmoral gehört für sie eben auch, dass Pornographie nicht in den Untergrund gedrängt wird.
Konkreter wird es, als Arrowsmith eine kürzlich erschienene Studie aus den USA zitiert, die einen leichten Zugang zu Pornographie im Verhältnis zu Sexualstraftaten untersuchte. Dabei ergab sich, dass in den vier US-Bundesstaaten mit der höchsten Breitbandversorgung die Zahl der Vergewaltigungen und versuchten Vergewaltigungen im Untersuchungszeitraum um 27 Prozent abnahm. In den vier Bundesstaaten mit den langsamsten Internet-Verbindungen stiegen die Fallzahlen in der gleichen Zeit um 53 Prozent.
Arrowsmith regte an, wenn denn schon ein Filtersystem eingeführt würde, dass dies dann doch wenigstens mit sozialwissenschaftlichen Untersuchungen verbunden werden sollte. So beispielsweise auf die Auswirkungen auf den Verlauf von Beziehungen. Schließlich spielt Pornographie ihrer Ansicht nach eine wichtige Rolle, wenn es darum geht, dass Partner mit einer unterschiedlich stark ausgeprägten Libido untereinander im Gleichgewicht bleiben können. Denn kaum jemand, der den Konsum von Pornofilmen bisher vor seinem Lebensgefährten verheimlichte, wird zukünftig explizit den gemeinsamen Internet-Anschluss für entsprechende Inhalte freischalten lassen.
Letztlich führt Arrowsmith an, dass die aktuellen Bestrebungen der britischen Regierung ihr Ziel letztlich verfehlen werden. Denn die Sperren werden wohl im Wesentlichen professionellen Angebote schaden, die verschiedene Maßnahmen zum Jugendschutz treffen und von Teenagern eher schon aus Preisgründen kaum genutzt werden. Die Heranwachsenden würden hingegen weiter Hardcore-Material aus dem Torrent-Netz ziehen.
So betont sie beispielsweise, dass das Argument des Feminismus, Pornographie sei ausschließlich frauenfeindlich, nicht funktioniere, wenn man das Thema in einen gesamtgesellschaftlichen Kontext einbette. "Die Rechte der Frauen", so Arrowsmith, "sind in Gesellschaften mit einer liberalen Sexualmoral um ein Vielfaches stärker." Und zu einer offenen Sexualmoral gehört für sie eben auch, dass Pornographie nicht in den Untergrund gedrängt wird.
Konkreter wird es, als Arrowsmith eine kürzlich erschienene Studie aus den USA zitiert, die einen leichten Zugang zu Pornographie im Verhältnis zu Sexualstraftaten untersuchte. Dabei ergab sich, dass in den vier US-Bundesstaaten mit der höchsten Breitbandversorgung die Zahl der Vergewaltigungen und versuchten Vergewaltigungen im Untersuchungszeitraum um 27 Prozent abnahm. In den vier Bundesstaaten mit den langsamsten Internet-Verbindungen stiegen die Fallzahlen in der gleichen Zeit um 53 Prozent.
Arrowsmith regte an, wenn denn schon ein Filtersystem eingeführt würde, dass dies dann doch wenigstens mit sozialwissenschaftlichen Untersuchungen verbunden werden sollte. So beispielsweise auf die Auswirkungen auf den Verlauf von Beziehungen. Schließlich spielt Pornographie ihrer Ansicht nach eine wichtige Rolle, wenn es darum geht, dass Partner mit einer unterschiedlich stark ausgeprägten Libido untereinander im Gleichgewicht bleiben können. Denn kaum jemand, der den Konsum von Pornofilmen bisher vor seinem Lebensgefährten verheimlichte, wird zukünftig explizit den gemeinsamen Internet-Anschluss für entsprechende Inhalte freischalten lassen.
Letztlich führt Arrowsmith an, dass die aktuellen Bestrebungen der britischen Regierung ihr Ziel letztlich verfehlen werden. Denn die Sperren werden wohl im Wesentlichen professionellen Angebote schaden, die verschiedene Maßnahmen zum Jugendschutz treffen und von Teenagern eher schon aus Preisgründen kaum genutzt werden. Die Heranwachsenden würden hingegen weiter Hardcore-Material aus dem Torrent-Netz ziehen.
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