Körperscanner: Innenministerium geht auf Abstand
Das Bundesinnenministerium hat auf die katastrophalen Ergebnisse der Tests mit Körperscannern am Hamburger Flughafen reagiert. Bundesinnenminister
Hans-Peter Friedrich habe aufgrund der Testergebnisse entschieden, dass derzeit keine Körperscanner an Flughäfen eingesetzt werden, teilte man in Berlin mit.
Rund 809 000 Passagiere haben diese Kontrollmethode seit September 2010 freiwillig für die Luftsicherheitskontrollen genutzt. Es zeigte sich, dass die Technologie noch nicht soweit ausgereift ist, dass die zur Verfügung stehenden Geräte für die Praxis geeignet sind.
Unnötige Alarme waren beispielsweise in der Regel auf Eigenschaften der Kleidung wie beispielsweise Faltenwurf zurückzuführen. Die Rate der notwendigen Nachkontrollen lag deutlich über den bisherigen Kontrollmethoden. "Auch wenn sich die Nachkontrollen in vielen Fällen auf die angezeigten Bereiche beschränken lassen, handelt es sich hierbei um insgesamt zu viele Fälle, die die Kontrollen verlängern", resümierte das Ministerium.
Friedrich will den Einsatz der Technologie für die Zukunft aber nicht ausschließen. "Die Bundespolizei wird die Entwicklung auf diesem Gebiet weiter eng begleiten, so dass wir hoffentlich bald Geräte zur Verfügung haben, die sowohl unseren hohen Sicherheitsansprüchen genügen als auch dem Passagieraufkommen Rechnung tragen", erklärte der Bundesinnenminister.
Körperscanner sind derzeit nur im Testverfahren an europäischen Flughäfen zugelassen. Die EU-Verordnung, die die Zulassung von Körperscannern als reguläres Kontrollmittel für die Luftsicherheitskontrollen von Passagieren regelt, wird derzeit von der EU-Kommission erarbeitet.
Unnötige Alarme waren beispielsweise in der Regel auf Eigenschaften der Kleidung wie beispielsweise Faltenwurf zurückzuführen. Die Rate der notwendigen Nachkontrollen lag deutlich über den bisherigen Kontrollmethoden. "Auch wenn sich die Nachkontrollen in vielen Fällen auf die angezeigten Bereiche beschränken lassen, handelt es sich hierbei um insgesamt zu viele Fälle, die die Kontrollen verlängern", resümierte das Ministerium.
Friedrich will den Einsatz der Technologie für die Zukunft aber nicht ausschließen. "Die Bundespolizei wird die Entwicklung auf diesem Gebiet weiter eng begleiten, so dass wir hoffentlich bald Geräte zur Verfügung haben, die sowohl unseren hohen Sicherheitsansprüchen genügen als auch dem Passagieraufkommen Rechnung tragen", erklärte der Bundesinnenminister.
Körperscanner sind derzeit nur im Testverfahren an europäischen Flughäfen zugelassen. Die EU-Verordnung, die die Zulassung von Körperscannern als reguläres Kontrollmittel für die Luftsicherheitskontrollen von Passagieren regelt, wird derzeit von der EU-Kommission erarbeitet.
Thema:
Christian KahleRedakteur für Forschung, Energie und Raumfahrt
Begleitet die IT-Branche seit dem Dotcom-Boom, Informatik studierte er in Berlin. Sein Spektrum reicht von Quantencomputern über Solarstrom bis zur Raumfahrt.
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