Noname-Hersteller drücken Preise für Fernseher

Die Markenhersteller von Flachbildfernsehern geraten zunehmend durch Noname-Anbieter unter Druck. Diese bieten zu vergleichsweise geringeren Preisen immer öfter auch Funktionen an, die bisher nur in teuren High-End-Modellen zu finden waren.
Sony, Fernseher, 4K
Sony
Dies führt dazu, dass die Preise für Premium-Geräte weiterhin stark fallen. Das Marktforschungsunternehmen iSuppli ermittelte beispielsweise für den US-Markt, dass hochwertigere Fernsehgeräte derzeit durchschnittlich 1.002,58 Dollar kosten. Gegenüber dem Vorjahreswert von 1.317,89 Dollar entspricht dies einem Preisnachlass um 23,9 Prozent.

Über einen gewissen Zeitrahmen hinweg waren Modelle mit 1080p-Auflösung, 120-Hertz-Bildraten und LED-Hintergrundbeleuchtung quasi nur von Markenherstellern wie Sony und Samsung zu haben. Inzwischen bieten aber auch Noname-Anbieter solche Spezifikationen - insbesondere im Bereich der 40- und 42-Zoll-Systeme, erklärte iSuppli-Analystin Lisa Hatamiya. Letztere seien außerdem zu deutlich geringeren Preisen zu haben, was die Markenproduzenten zum Handeln zwingt.

Unternehmen wie Apex und Element verkaufen Fernseher mit den oben genannten Spezifikationen und einer Bilddiagonale von 40 Zoll schon ab 550 Dollar in den großen Handelsketten. Soll ein bekannter Name auf dem jeweiligen Gerät stehen, müssen Käufer teilweise den doppelten Preis berappen.

Alleinstellungsmerkmale haben die Markenhersteller aktuell noch bei verschiedenen Features, die im TV-Bereich noch relativ neu sind. Dazu gehören unter anderem integrierte Internet-Funktionen sowie Panels, die 3D-Darstellungen ermöglichen. Allerdings ist damit zu rechnen, dass auch hier die Noname-Produzenten in absehbarer Zeit nachziehen.
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