AMD verlässt Benchmark-Konsortium aus Protest
Auch der Chiphersteller Nvidia bestätigte gegenüber 'CNet', dass man das BAPCo-Konsortium verlassen hat, wollte aber keine Angaben zu den Gründen machen. AMDs Senior Vice President und Marketing-Chef Nigel Dessau begründete das Ausscheiden seiner Firma in einem langen Blog-Eintrag damit, dass AMD nicht damit rechne, dass das neue SYSMark 2012 klare und zuverlässige Messungen liefert, anhand derer die Kunden die zu erwartende Performance und das Preis-/Leistungsverhältnis ihrer Systeme nachvollziehen können.
Dessau zufolge spiegelt SYSMark 2012 die aktuelle Entwicklung im Markt für Prozessoren nicht wider, weil die neue Ausgabe des Benchmarks weiterhin ausschließlich die Leistung der CPU bei der seriellen Datenverarbeitung berücksichtigt und die Leistung der integrierten Grafikeinheit bei der parallelen Datenverarbeitung nicht einfließen lässt.
Bei AMDs jüngsten Prozessoren der "Llano"-Familie belegen CPU und GPU ungefähr den gleichen Raum, nachdem man die CPU-Kerne bisher immer in den Mittelpunkt gestellt hatte. Bei Intels neuen "Sandy Bridge"-Prozessoren entfällt der Großteil der Chipoberfläche weiterhin auf die CPU-Kerne. Die unterschiedliche Produktpolitik der beiden Hersteller sorgt dafür, dass AMD traditionell in Sachen Grafik die Nase vorn hat, während Intel bei der reinen CPU-Leistung führend ist.
BAPCo reagierte unterdessen mit Unverständnis auf AMDs Vorwürfe. Jedes Mitglied des Konsortiums habe bei den internen Abstimmungen zur Entwicklung neuer Versionen von SYSMark jeweils eine Stimme. AMD habe in mehr als 80 Prozent der Fälle für die Vorschläge zur Entwicklung von SYSMark 2012 gestimmt und sei bei allen seinen eigenen Vorschlägen von den anderen Mitgliedern voll unterstützt worden. AMD sei zudem nie mit einem Ausschluss aus dem Konsortium gedroht worden.
Neben AMD und Intel gehören zu den Mitgliedern von BAPCo auch Firmen wie Microsoft, Dell, Hewlett-Packard, Lenovo, Samsung, Sony und Toshiba. Intel-Sprecher Dan Snyder erklärte zu der Diskussion, dass die Entwicklung von SYSMark ein demokratischer Prozess sei. Außerdem gehe man bei Intel davon aus, dass kein bestimmtes Benchmark-Tool endgültige Aussagen über die Leistung eines PCs bieten könne. Man empfehle allen Testern daher die Verwendung mehrerer Benchmarks und Anwendungen, um sich ein Bild von der Leistung eines Rechners unter realen Bedingungen zu verschaffen.
Dessau pocht in seinem Blog-Eintrag darauf, dass es keineswegs um den langjährigen Wettstreit mit Intel gehe, sondern um "Fairness, Relevanz und Offenheit". Weil heutzutage die Leistung der Grafiklösung eines PCs immer wichtiger werde, will AMD nun seinen Angaben zufolge Möglichkeiten erkunden, ein alternatives Konsortium zu schaffen, dass sich die Entwicklung eines Benchmarks zum Ziel setzt, welches ausgewogene und realistischere Resultate liefert und aktuelle technische Entwicklungen berücksichtigt. Das Ziel sei dabei nicht, die besseren Ergebnisse zu erzielen, sondern Offenheit und Transparenz zu gewährleisten.
Dessau zufolge spiegelt SYSMark 2012 die aktuelle Entwicklung im Markt für Prozessoren nicht wider, weil die neue Ausgabe des Benchmarks weiterhin ausschließlich die Leistung der CPU bei der seriellen Datenverarbeitung berücksichtigt und die Leistung der integrierten Grafikeinheit bei der parallelen Datenverarbeitung nicht einfließen lässt.
Bei AMDs jüngsten Prozessoren der "Llano"-Familie belegen CPU und GPU ungefähr den gleichen Raum, nachdem man die CPU-Kerne bisher immer in den Mittelpunkt gestellt hatte. Bei Intels neuen "Sandy Bridge"-Prozessoren entfällt der Großteil der Chipoberfläche weiterhin auf die CPU-Kerne. Die unterschiedliche Produktpolitik der beiden Hersteller sorgt dafür, dass AMD traditionell in Sachen Grafik die Nase vorn hat, während Intel bei der reinen CPU-Leistung führend ist.
BAPCo reagierte unterdessen mit Unverständnis auf AMDs Vorwürfe. Jedes Mitglied des Konsortiums habe bei den internen Abstimmungen zur Entwicklung neuer Versionen von SYSMark jeweils eine Stimme. AMD habe in mehr als 80 Prozent der Fälle für die Vorschläge zur Entwicklung von SYSMark 2012 gestimmt und sei bei allen seinen eigenen Vorschlägen von den anderen Mitgliedern voll unterstützt worden. AMD sei zudem nie mit einem Ausschluss aus dem Konsortium gedroht worden.
Neben AMD und Intel gehören zu den Mitgliedern von BAPCo auch Firmen wie Microsoft, Dell, Hewlett-Packard, Lenovo, Samsung, Sony und Toshiba. Intel-Sprecher Dan Snyder erklärte zu der Diskussion, dass die Entwicklung von SYSMark ein demokratischer Prozess sei. Außerdem gehe man bei Intel davon aus, dass kein bestimmtes Benchmark-Tool endgültige Aussagen über die Leistung eines PCs bieten könne. Man empfehle allen Testern daher die Verwendung mehrerer Benchmarks und Anwendungen, um sich ein Bild von der Leistung eines Rechners unter realen Bedingungen zu verschaffen.
Dessau pocht in seinem Blog-Eintrag darauf, dass es keineswegs um den langjährigen Wettstreit mit Intel gehe, sondern um "Fairness, Relevanz und Offenheit". Weil heutzutage die Leistung der Grafiklösung eines PCs immer wichtiger werde, will AMD nun seinen Angaben zufolge Möglichkeiten erkunden, ein alternatives Konsortium zu schaffen, dass sich die Entwicklung eines Benchmarks zum Ziel setzt, welches ausgewogene und realistischere Resultate liefert und aktuelle technische Entwicklungen berücksichtigt. Das Ziel sei dabei nicht, die besseren Ergebnisse zu erzielen, sondern Offenheit und Transparenz zu gewährleisten.
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