Microsoft, HTC & mehr gegen die Marke 'App Store'

Wirtschaft & Firmen Microsoft, HTC, Nokia und Sony Ericsson haben in Europa rechtliche Schritte gegen die von Apple registrierten Marken "App Store" und "Appstore" eingeleitet. Sie verlangen von der zuständigen Behörde, dass die Marken als ungültig erklärt werden. Damit schließen sich diese vier Unternehmen dem Online-Händler Amazon an, der bereits Mitte April in Europa gegen Apple vorgegangen ist, so dass die beiden Marken hierzulande nicht registriert werden können. Man behauptet, dass die Begriffe zu allgemein seien und daher nicht geschützt werden können. Ein Microsoft-Sprecher erklärte jetzt, dass die Unterstützung der neuen Firmen zeige, wie stark der Widerstand gegen Apples Vorhaben ist.

Man ist der Meinung, dass es zwischen den Begriffen "App Store", "Toy Store" und "Book Store" keinen Unterschied gibt. Sie sind so allgemein gehalten und alltäglich, dass sie jeder verwenden dürfen müsste, der einen Store mit Apps betreibt. In der Argumentation gegen Apple beziehen sich die Firmen erneut auf eine Aussage von Steve Jobs, der sogar den Android Market von Google als einen App Store bezeichnet hat.

Microsoft hatte in den USA bereits im Januar 2011 rechtliche Schritte gegen Apple eingeleitet, um die Registrierung der Marke "App Store" zu verhindern. Beide Seiten brachten Sprachwissenschaftler in Stellung, die darüber diskutieren, ob "App Store" die Kurzform von "Apple Store" oder "Application Store" ist. Apple hatte zuvor Amazon wegen der Verwendung des Begriffs Appstore als Bezeichnung für einen eigenen Online-Shop für Apps für das mobile Betriebssystem Android verklagt, woraufhin Amazon eine Gegenklage einreichte.
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