China zensiert Telefongespräche nun in Echtzeit
Laut einem Bericht der 'New York Times' wurden inzwischen mehrere Anrufer mitten im Gespräch unterbrochen, nachdem sie mehrfach das Wort "Proteste" erwähnten. So soll offenbar verhindert werden, dass die Menschen sich über die Aufstände im arabischen Raum austauschen und diese eine Vorbildwirkung entwickeln.
Die Telefongespräche werden dabei offenbar nicht von Menschen mitgehört. Stattdessen reagieren wohl technische Systeme auf verschiedene Schlüsselwörter. Dies ist daran zu erkennen, dass eine Reihe von getrennten Gesprächen die Proteste im Ausland gar nicht zum Thema hatten. In einem Fall handeltes es sich beispielsweise lediglich um ein Hamlet-Zitat, dass für den Verbindungsabbruch sorgte.
Die chinesische Regierung hatte im Vorfeld bereits mit verschiedenen Maßnahmen auf die Vorgänge in der arabischen Welt reagiert. So wurden beispielsweise die Filtersysteme im Web entsprechend angepasst, um den Nachrichtenfluss zu erschweren. Außerdem zeigt die Polizei verstärkt Präsenz, um die Ansammlung größerer Menschenmengen möglichst früh zu unterbinden.
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Christian Kahle
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