Vorratsdatenspeicherung per Mashup demonstriert

Datenschutz Die Wochenzeitung 'Zeit' hat eine Visualisierung veröffentlicht, aus der deutlich wird, wie aufschlussreich die bei der Vorratsdatenspeicherung gesammelten Informationen sein können. Das Blatt arbeitete dabei mit Malte Spitz, Mitglied des Bundesvorstands von Bündnis 90/Die Grünen, zusammen. Dieser hatte die über sechs Monate gesammelten Vorratsdaten seines Handys von der Mobilfunksparte der Deutschen Telekom eingeklagt.

Die Informationen wurden als Mashup auf eine Google Maps-Karte gelegt. Interessenten können so in einer Zeitraffer-Reise verfolgen, wo sich der Politiker zur jeweiligen Zeit aufhielt und in welche Funkzellen er eingebucht war.

Vorratsdatenspeicherung - MashupVorratsdaten-Mashup Für den jeweiligen Tag wird auch angezeigt, wieviele eingehende und ausgehende Anrufe verzeichnet wurden, wie lange diese dauerten und wie viele SMS Spitz jeweils verschickte und erhielt. Auch die Zeit, in der sein Mobiltelefon mit dem Internet verbunden war, lässt sich ablösen.

Die Redakteure der 'Zeit' verknüpften die Vorratsdaten zusätzlich mit Informationen, die sich aus Blog-Beiträgen und Twitter-Meldungen ergaben. So kann nachvollzogen werden, auf welchen Veranstaltungen Spitz sich zum jeweiligen Zeitpunk höchstwahrscheinlich aufhielt

Die Daten stammen aus dem Zeitraum, in dem die Telekommunikationsunternehmen zu ihrer Speicherung verpflichtet waren. Das Bundesverfassungsgericht kippte das entsprechende Gesetz jedoch. Daraufhin mussten alle bis dahin angefallenen Daten unverzüglich gelöscht werden.

Mashup: Was Vorratsdaten verraten
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