Nutzer "schützen" ihre Daten oft auf riskante Art

Datenschutz Viele PC-Nutzer laufen Gefahr, vertrauliche Daten preiszugeben, weil sie Passwörter leichtsinnig wählen oder mehrfach verwenden. Dies ergab eine Untersuchung des Antivirus-Unternehmens BitDefender. Von 1.000 Befragten verwenden fast drei Viertel ein identisches Passwort für verschiedene Accounts. Außerdem erstellen die meisten Nutzer Kennwörter mit nur sechs Zeichen Umfang, die zudem nicht ausreichend komplex aufgebaut sind und Angreifern so das Handwerk zusätzlich erleichtern.

67 Prozent der befragten Personen besitzen mehr als fünf passwortgeschützte Accounts für soziale Netzwerke, Online Banking-Vorgänge und anderes. Falls sie die gleichen Zugangsdaten sowohl für den Social Network-Account als auch für das Online-Banking-Konto verwendet, eröffnen sich gleich zwei Datenquellen für Internetkriminelle.

In puncto Passwortlänge gaben 250 der 1000 Umfrageteilnehmer an, dass sie nur die mindestens erforderlichen sechs Zeichen verwenden. Für einen ausreichenden Schutz vor Datendieben ist das allerdings zu wenig. Nur 1 Prozent der User formuliert beispielsweise ein Kennwort von mehr als 15 Zeichen Länge.

Hinsichtlich der Komplexität von Schlüsselwörtern verwenden 63 Prozent ausschließlich Klein- oder Großschreibung, wohingegen 21 Prozent zumindest eine Mischung aus beiden nutzen. Lediglich 50 Umfrageteilnehmer schützen ihre vertraulichen Daten optimal, indem sie ihr Kennwort aus Klein- und Großbuchstaben sowie Zahlen und anderen Sonderzeichen zusammensetzen.

Ein weiteres kurioses Ergebnis im Laufe der Befragungen: Mehr als 100 Teilnehmer gaben den Interviewern - also völlig fremden Personen - ihre persönlichen Kennwörter preis. Dabei wollten diese lediglich hinterfragen, ob die Passwörter genug Schutz vor Hacking-Übergriffen bieten.
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