Computer soll Rückfall-Risiko von Mördern errechnen
Tests der Software bei den Bewährungs-Behörden von Philadelphia und Baltimore verliefen bisher erfolgreich, berichtete die Zeitung 'The Morning Call'. Deshalb hat der Bundesstaat Pennsylvania nun entschieden, die Software in der Praxis einzusetzen.
Immer wieder ist es in den letzten Jahren dazu gekommen, dass Mörder wegen guter Führung vorzeitig aus der Haft entlassen wurden und einige Zeit später erneut einen Menschen umbrachten. Andere, die teils ihre gesamte Strafe abgesessen haben und als schwierigere Fälle galten, wurden hingegen nicht rückfällig.
Die Software soll nun unterstützend zu Experten-Gutachten eingesetzt werden. Sie wird dafür mit zahlreichen Daten über die Vorgeschichte des Sträflings gefüttert - dazu gehören Daten zu seinem Privatleben, der Kindheit, möglichen früheren Verurteilungen und dem Verhalten nach vorhergehenden Haftentlassungen.
Richard Berk, ein Professor für Kriminologie und Statistik, von dem die Software entwickelt wurde, zeigte sich zuversichtlich, dass mit seinem Programm eine bessere Risiko-Abschätzung möglich ist und potenziell gefährlichere Täter auch nach ihrer Entlassung besser überwacht werden können. Allerdings warnen Kritiker auch davor, sich zu stark auf die Software zu verlassen da die Gefahr droht, dass eine Maschine einen Menschen vorverurteilt.
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Christian Kahle
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