Antennenprobleme: iPhone-Chef verlässt Apple

Personen aus der Wirtschaft Mark Papermaster hat seinen Posten als Vizepräsident für die Sparte der mobilen Geräte bei Apple abgegeben. Er war für die Hardware von iPhone und iPod zuständig. Bislang ist nicht klar, ob er gefeuert wurde oder ob er seinen Job freiwillig abgegeben hat. Über die Gründe gibt es keine offiziellen Angaben, allerdings wundert es nach den Antennenproblemen mit dem iPhone 4 kaum, dass Apple auch personelle Konsequenzen zieht. Papermasters Aufgabe war es unter anderem, die Entwicklung des Geräts zu überwachen. Die Biografie von Papermaster wurde von der Apple-Website entfernt, berichtet die 'New York Times'.

Sein Nachfolger wird Bob Mansfield, der bislang für die Entwicklung des Macs verantwortlich war. Für Apple ist der Weggang von Papermaster aus einem weiteren Grund enttäuschend. Um ihn 2008 im Unternehmen einstellen zu können, musste man hart mit dem ehemaligen Arbeitgeber IBM verhandeln. Es folgte ein Rechtsstreit, der erst im April 2009 beigelegt werden konnte. Schuld war eine Vereinbarung, die Papermaster verbot, für einen Konkurrenten zu arbeiten.

Sein Nachfolger Mansfield hatte seinen letzten öffentlichen Auftritt im Juli, als Apple eine kurzfristige Pressekonferenz abgehalten hat. Dabei ging es um die Empfangsprobleme des iPhone 4. Zusammen mit Steve Jobs und dem COO Tim Cook erläuterte man die Ursachen und kündigte an, kostenlose Schutzhüllen zu verteilen. Bereits damals war es ungewöhnlich, dass Papermaster nicht vor Ort war, schließlich war er für die Entwicklung des iPhones verantwortlich.
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