Cyberwar: Den USA fehlt es an Sicherheitsexperten
Das liegt vor allem am mangelhaften Personalbestand bei den Stellen, die für die Sicherheit der Netze zuständig sind. "Wir haben nicht ausreichend helle Köpfe, die in dieses Gebiet gehen", sagte James Gosler, ein Security-Experte, der bereits für die Geheimdienste CIA und NSA sowie für das Energieministerium zuständig war, gegenüber dem 'National Public Radio'.
Er schätzt, dass in den US-Behörden derzeit nur rund 1.000 Leute tätig sind, die über die erforderlichen Fachkenntnisse verfügen, kritische Infrastrukturen umfassend zu schützen. Um den Anforderungen der heutigen Zeit zu entsprechen, müssten es seiner Meinung nach aber 20.000 bis 30.000 sein.
Es gibt zwar ein Ausbildungsprogramm beim gemeinnützigen SANS Institute, dieses könne die Nachfrage aber bei weitem nicht decken. Deshalb ist laut Gosler ein Effekt eingetreten, dass alle betroffenen Stellen sich um die gleichen tausend Leute reißen und diese dann in ihrer Laufbahn ständig zwischen der NSA, der CIA, dem Ministerium für Heimatschutz oder auch dem Flugzeug-Hersteller Boeing rotieren.
Eine Untersuchung der Lage kommt zu dem Schluss, dass sich die Situation in den USA genau entgegengesetzt zu China verhält. Dort ist die Ausbildung von entsprechenden Experten inzwischen eine der obersten Prioritäten des Staates.
So würde jede Einheit der chinesischen Armee regelmäßig im Frühjahr unter der Jugend auf die Suche nach Talenten im Bereich Internet-Sicherheit gehen. Diese haben dann zwar manchmal bereits illegale Aktionen im Netz begangen, werden ungeachtet dessen aber mit zusätzlichen Ausbildungsmöglichkeiten herangezogen.
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Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
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