Shield TV: Aus für Standardversion, wird zum Opfer hoher RAM-Preise
Nvidia beendet die Produktion der Standardversion der Streaming-Box Shield TV und konzentriert sich auf das Pro-Modell. Wegen gestiegener Kosten durch den KI-Boom steigt der Preis der alten Hardware in den USA nun um 50 Prozent.
Zusätzlich zur Einstellung des Basismodells hebt das Unternehmen den Preis für den Shield TV Pro an. In den USA stieg die unverbindliche Preisempfehlung ab dem 2. Oktober von ursprünglich 199,99 auf 299,99 Dollar. Käufer zahlen für Hardware, die seit sieben Jahren auf dem Markt ist, einen Aufschlag von 50 Prozent. Laut Nvidias Andrew Bell wird die Box weiterhin laufend produziert und jedes Gerät verkauft. Neue Chargen unterliegen daher denselben Lieferkettenbedingungen wie aktuelle Technik.
Als Grund für die Anpassungen nennt der Konzern gestiegene Beschaffungskosten in der Elektronikbranche. Wie ein Unternehmenssprecher gegenüber Ars Technica bestätigte, verteuern sich derzeit Bauteile wie Arbeitsspeicher industrieübergreifend, und das hat auch Folgen für Shield TV. Der Boom bei generativer Künstlicher Intelligenz treibt bekanntlich die Preise für Speicherchips in die Höhe. Nvidia kann das mit einem lachenden und weinenden Auge sehen (freilich ist das Lachende weit größer): Man profitiert selbst vom Ausbau der KI-Infrastruktur und trägt zur hohen Nachfrage nach Speicherkomponenten bei.
Einen offiziellen Nachfolger hat Nvidia bislang nicht angekündigt. Nvidia will die Produktion nun auf das Pro-Modell konzentrieren, dessen Vorräte in den vergangenen Monaten bereits knapp waren. Das Gerät ist derzeit schlecht verfügbar.
Nutzt ihr selbst noch einen Nvidia Shield TV oder seid ihr längst auf günstigere Alternativen umgestiegen? Teilt eure Erfahrungen gerne mit uns in den Kommentaren!
Siehe auch:
- Nvidia stellt die Produktion des Standardmodells der Shield TV komplett ein
- In den USA steigt der Preis für die Pro-Version um fünfzig Prozent an
- Höhere Beschaffungskosten für Bauteile sind der offizielle Grund dafür
- Der Boom rund um Künstliche Intelligenz treibt die Speicherchip-Preise
- Die Technik der Shield TV Pro bleibt trotz höherer Preise unverändert
- Ein offizieller Nachfolger für die Streaming-Box wurde nicht angekündigt
Aus für das Standardmodell
Nvidia beendet die Produktion der Standardversion der Streaming-Box Shield TV. Das 2019 eingeführte Einstiegsmodell, das ursprünglich für knapp 150 Dollar (etwa 133 Euro) auf den Markt kam, verschwindet damit endgültig. Das verbleibende Pro-Modell wird durch seinen höheren Preis für Nutzer, die nur streamen wollen, noch weniger attraktiv. Wer in Deutschland nach der Modellreihe sucht, findet im offiziellen Shop des Herstellers ebenfalls nur noch die Pro-Variante. Diese wird dort für 329 Euro gelistet, ist jedoch momentan nicht lieferbar.Zusätzlich zur Einstellung des Basismodells hebt das Unternehmen den Preis für den Shield TV Pro an. In den USA stieg die unverbindliche Preisempfehlung ab dem 2. Oktober von ursprünglich 199,99 auf 299,99 Dollar. Käufer zahlen für Hardware, die seit sieben Jahren auf dem Markt ist, einen Aufschlag von 50 Prozent. Laut Nvidias Andrew Bell wird die Box weiterhin laufend produziert und jedes Gerät verkauft. Neue Chargen unterliegen daher denselben Lieferkettenbedingungen wie aktuelle Technik.
Als Grund für die Anpassungen nennt der Konzern gestiegene Beschaffungskosten in der Elektronikbranche. Wie ein Unternehmenssprecher gegenüber Ars Technica bestätigte, verteuern sich derzeit Bauteile wie Arbeitsspeicher industrieübergreifend, und das hat auch Folgen für Shield TV. Der Boom bei generativer Künstlicher Intelligenz treibt bekanntlich die Preise für Speicherchips in die Höhe. Nvidia kann das mit einem lachenden und weinenden Auge sehen (freilich ist das Lachende weit größer): Man profitiert selbst vom Ausbau der KI-Infrastruktur und trägt zur hohen Nachfrage nach Speicherkomponenten bei.
Kein Hardware-Upgrade in Sicht
Trotz des höheren Preises bleibt das technische Innenleben unangetastet. Shield TV Pro arbeitet weiterhin mit dem Tegra-X1+-Prozessor, drei Gigabyte Arbeitsspeicher und 16 Gigabyte internem Speicher. Die Streaming-Box unterstützt bekannte Funktionen wie 4K-Streaming mit Dolby Vision und HDR10, Dolby Atmos, KI-gestütztes Upscaling, Cloud-Gaming über GeForce Now und die Nutzung als Plex Media Server.Einen offiziellen Nachfolger hat Nvidia bislang nicht angekündigt. Nvidia will die Produktion nun auf das Pro-Modell konzentrieren, dessen Vorräte in den vergangenen Monaten bereits knapp waren. Das Gerät ist derzeit schlecht verfügbar.
Nutzt ihr selbst noch einen Nvidia Shield TV oder seid ihr längst auf günstigere Alternativen umgestiegen? Teilt eure Erfahrungen gerne mit uns in den Kommentaren!
Siehe auch:
- Wayve gegen Nvidia: Volkswagen wählt Start-up für autonomes Fahren
- Neuer GeForce-Treiber: Nvidia versorgt ältere GPUs mit wichtigem Patch
- Diebe klauen "Nvidia-Anhänger", finden statt KI-Chips aber nur Sand
- Wer braucht schon Mathe? Nvidia-CEO kennt seine eigene Adresse nicht
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Themen:
Witold PryjdaSenior Redakteur
Seit 1996 im Journalismus, ausgebildet an der Österreichischen Medienakademie. Sein Spektrum reicht von Robotern und KI über E-Autos bis zur Militärtechnik.
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