Free Software Foundation mobilisiert gegen ACTA
Ursprünglich sollte der Vertrag ein internationales Vorgehen gegen Produktfälscher auf den Weg bringen. Allerdings flossen in der Zwischenzeit Klauseln ein, die die Unterzeichner zwingen würden, massiv gegen Urheberrechtsverletzungen durch Internet-Nutzer und anderes vorzugehen.
"Hinter ACTA verbirgt sich die Drohung an Nutzer, ihnen den Zugang zum Internet abzuschalten, wenn ihnen Filesharing vorgeworfen wird", so FSF-Chef Richard Stallman in einer Stellungnahme. Außerdem würden die Unterzeichner-Staaten verpflichtet, Software zu verbieten, mit der DRM-Systeme umgangen werden können.
Damit gehe das Abkommen deutlich weiter, als ursprünglich geplant. "Nachdem nun einige Details zu ACTA öffentlich wurden, wissen wir, dass unsere Befürchtungen gerechtfertigt waren", erklärte John Sullivan, der bei der FSF das Tagesgeschäft leitet.
Er forderte die Internet-Nutzer auf, gegen das Abkommen aktiv zu werden. So sollen diese sich einer Petition der FSF gegen ACTA anschließen. "Ich hoffe, dass die Leute nicht nur unsere Stellungnahme unterzeichnen, sondern auch ihre eigene Sicht auf das Thema publizieren", so Sullivan.
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Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
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