USA: Musiker wollen mehr Geld für Musik im Netz
Die American Society of Composers, Authors and Publishers (ASCAP) und Broadcast Music Inc. (BMI), die beide ähnlich wie die deutsche Gema arbeiten, nehmen dabei insbesondere Apples iTunes in Visier. Immerhin ist das Unternehmen inzwischen zum weltweit größten Musikhändler aufgetreten.
Die beiden Organisationen gehen jetzt mit ihrem Anliegen an die Öffentlichkeit - auch weil sie sich von den großen Konzernen der Musikindustrie abgrenzen wollen. Es gehe nicht darum, den Nutzern mehr Geld aus der Tasche zu ziehen, sondern die Künstler stärker an den Umsätzen zu beteiligen. Diese erhalten demnach vom Download eines Songs über iTunes, der mit 99 Cent abgerechnet wird, gerade einmal 9,1 Cent.
Einer der wesentlichen Punkte, den die ASCAP und BMI durchsetzen wollen, ist eine mengenorientierte Abgabe auf Zusatzangebote. So erhalten Musiker derzeit beispielsweise nur eine feste Lizenzgebühr, wenn ihr Song in einer Fernsehserie gespielt wird. Dies orientiert sich noch an den alten Distributionswegen wie der Ausstrahlung über das Fernsehen.
Download-Zahlen lassen sich aber viel genauer messen als TV-Zuschauer. Daher will man erreichen, dass zukünftig auch Tantiemen für jede bei iTunes heruntergeladene Datei abgeführt werden. Auch für das 30-sekündige Hereinhören in einen Titel und die zahlreichen kostenlosen Webradio-Angebote, die über iTunes angeboten werden, will man nutzungsabhängige Gebühren durchsetzen.
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Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
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