ARM will Intel mit Mehrkern-Chips angreifen

Prozessoren Der Chip-Entwickler ARM will mit neuen Prozessoren Märkte angreifen, die heute hauptsächlich von Intel, AMD und auch IBM beliefert werden. Die Grundlage dafür soll die Cortex-A9-Architektur bieten. Wie das Unternehmen mitteilte, entwickelt man auf deren Basis aktuell Chips mit zwei, vier und acht Kernen. Damit würden die Prozessoren von der Leistung her nicht mehr nur bei Netbooks eine mögliche Konkurrenz für Intel darstellen. Auch der Einsatz in oberen Leistungsklassen und Servern wäre denkbar.

Die Cortex-A9-Kerne können mit bis zu 2 Gigahertz getaktet werden. Ihre Besonderheit liegt in der Energie-Effizienz auf die ARM wegen seines bisherigen Kernmarktes - mobilen Geräten wie Smartphones - stets einen besonderen Wert legen musste.

Den Angaben zufolge könne man CPUs anbieten, deren Performance-per-Watt-Verhältnis achtmal besser ist als bei Intels stromsparenden Prozessoren. Selbst den Atom könne man bei gleicher Leistung mit einem fünffach geringeren Energieverbrauch schlagen, hieß es.

Erste Samples der neuen Chips sollen im ersten Quartal 2010 an Hardware-Hersteller ausgeliefert werden. Ab dem vierten Quartal dieses Jahres beginnt die Vergabe der Produktionslizenzen an Chiphersteller. Unter anderem hält TSMC bereits Produktionskapazitäten im 40-Nanometer-Bereich frei.
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