DRM-freie Musik erzielt nicht den gewünschten Erfolg

Streaming-Dienste Laut dem Bundesverband Musikindustrie entwickelt sich der erwartete Absatz von kopierschutzfreier Musik bisweilen nicht wie erhofft. Anbieter wie Amazon hingegen profitieren davon. Anfängliche Experteneinschätzungen, welche einen regelrechten Hype um die DRM-freie Musik vorhergesagt hatten, haben sich in den Augen der Musikindustrie noch nicht bewahrheitet. Um ein aussagekräftiges Resultat über das Kaufverhalten ziehen zu können, soll nun das Geschehen der zweiten Jahreshälfte abgewartet werden. Schließlich setzen immer mehr Anbieter auf die kopierschutzfreie Musik, teilte man mit.

In Zusammenarbeit mit Media Control hat der Bundesverband Musikindustrie eine aktuelle Marktstatistik vorgelegt. Daraus geht hervor, dass in den ersten sechs Monaten dieses Jahres herkömmliche Alben oder Zusammenstellungen deutlich besser als Einzeltitel bei der Kundschaft angekommen sind. Insgesamt gingen mehr als 3,1 Millionen der angesprochenen Bundles über die virtuelle Ladentheke. Somit spricht der Bundesverband von einer Absatzsteigerung von mehr als 55 Prozent und einer Umsatzsteigerung von knapp 50 Prozent.

Auch wenn dieses Ergebnis durchaus erfreulich sei, hätte man sich grundsätzlich mehr von der Musik ohne Kopierschutz und den damit verbundenen Verkaufszahlen erwartet. Keinen Grund zur Beschwerde scheint andererseits der Online-Händler Amazon zu haben. Den Beobachtungen zufolge entwickeln sich die Umsätze gut. Darüber hinaus kann von einer stark steigenden Tendenz ausgegangen werden.
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